„Krone“-Kino-Kritik

„28 Years Later“: Blutig brutaler Horror-Schocker

Unterhaltung
14.01.2026 20:00

Nach einem schweren Verlust verlässt der zwölfjährige Spike (Alfie Williams) seine sichere Insel und kämpft sich durch die vom Wutvirus verseuchte Wildnis. Er landet bei Kult-Guru Jimmy Crystal (Jack O’Connell) und seiner Truppe. Währenddessen stößt Ex-Arzt Dr. Ian Kelson (Ralph Fiennes) auf eine Entdeckung, die alles verändert ... Lesen Sie hier unsere Kino-Kritik zum blutrünstigen Schocker „28 Years Later: The Bone Temple“. 

Wir erinnern uns: Im komplett unter Quarantäne stehenden Großbritannien tobt seit „28 Days Later“ und „28 Weeks Later“ ein brutaler Überlebenskampf. Ein Wut-Virus macht aus unbescholtenen Menschen Bestien und hat zum Zusammenbruch der Zivilisation geführt. Der Teenager Spike (Alfie Williams) versucht sich allein durchzuschlagen und trifft in der Wildnis auf Jimmy Crystal (Jack O’Connell) und seine fragwürdigen „Jünger“, die einem diabolischen Kult frönen.

Annäherung: Dr. Kelson (Ralph Fiennes) und der gefährliche Alpha-Infizierte.
Annäherung: Dr. Kelson (Ralph Fiennes) und der gefährliche Alpha-Infizierte.(Bild: AP/AP ( via APA) Austria Presse Agentur)

Es ist Dr. Kelson (Ralph Fiennes), der trotz Mut zur äußerlichen Hässlichkeit dieser von Rage-Bestien verseuchten Welt menschliche Tiefe verleiht. Eine Art Feldstudie am Erstinfizierten soll ihm medizinisch bedeutsame Erkenntnisse liefern. Dafür hat er sich in seinen aus den Schädeln und Gebeinen der Verstorbenen errichteten Tempel zurückgezogen – ein Mahnmal gegen das Vergessen! Regisseurin Nia DaCosta („Candyman“) bemüht in der Fortsetzung des Zombie-Epos den Konflikt zwischen religiösem Wahn und Wissenschaft, setzt aber mangels narrativer Stringenz zu sehr auf ultrabrutale Effekthascherei wie etwa satanische Rituale, wohl um letztlich die Monstrosität der Spezies Mensch auf verstörende Weise zu illustrieren.

Visuelle Exzesse gehen auf Kosten der Figurenzeichnung, gerade Spike hätte man mehr Kontur gewünscht. Auch der Beziehung von Spikes Vater Jamie (Aaron Taylor-Johnson) zu seiner neuen Familie mit einer infizierten Frau wird keine größere Beachtung geschenkt. Nia DaCosta will durch Exzess und die Pervertierung der Horrors mit aller Macht Danny Boyles Vorgängerfilm toppen, verstört aber zum Teil mit ihrer auf blutrünstige Schockmomente ausgerichteten Brachial-Regie.

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