In Sachen Ladestationen für Elektro-Fahrzeuge ist Tirol ein Vorreiter. Für Umwelt-Landerat René Zumtobel sind E-Autos die Zukunft. Die Zahl der Neuzulassungen steigt, während Verbrenner rückläufig sind.
Moderne Elektrofahrzeuge sind alltagstauglich, zuverlässig und in zahlreichen Varianten verfügbar. Reichweiten- und Ladebedenken haben eine immer geringere Bedeutung. In Tirol stehen bereits rund 4500 öffentliche Ladepunkte – davon 502 Schnellladepunkte und schon 450 Ultraschnellladepunkte – zur Verfügung. Darauf verweist Tirols Umwelt-Landesrat René Zumtobel im Gespräch mit der „Krone“.
Tirol verfügt über höchste Dichte an Ladestationen
Zwischen dem dritten Quartal 2024 und dem dritten Quartal 2025 konnte das Bundesland Tirol übrigens den zweithöchsten Zuwachs an öffentlichen Ladepunkten verzeichnen. Gemessen an der Einwohnerzahl verfügt Tirol zusammen mit Salzburg damit über das dichteste öffentliche Ladenetz aller Bundesländer und ist somit Spitzenreiter in Österreich. Bereits heute gibt es mehr neu zugelassene E-Pkw als Diesel-Pkw.
Es steht außer Frage, dass die Zahl der E-Autos auf unseren Straßen stetig weiter steigen wird und gleichzeitig auch die Ladeinfrastruktur weiterwächst.

Tirols Umwelt-Landesrat René Zumtobel
Bild: Christof Birbaumer
Laut einer aktuellen Prognose der Statistik Austria werden die neu zugelassenen E-Autos in rund zwei Jahren auch die Zahl der neu zugelassenen Benzin-Pkw überholen. Ein E-Auto kommt mit derselben Energiemenge dreimal so weit wie ein vergleichbarer Verbrenner (16 km mit Verbrenner sind 52 Kilometer mit dem E-Auto bei gleichem Energieeinsatz). Für LR Zumtobel besonders erfreulich: Der dafür benötigte Strom stammt in Tirol bereits zu einem hohen Anteil aus erneuerbarer Wasserkraft und Sonnenenergie. Der motorisierte Individualverkehr verbraucht aktuell 33 Prozent des Endenergiebedarfs in Tirol. Durch eine weitgehende Elektrifizierung kann der Endenergiebedarf der Mobilität bis 2050 um 62 Prozent sinken.
Verbrenner ist überholt und hat bald ausgedient
Gemäß der Tiroler Nachhaltigkeits- und Klimastrategie soll der batterieelektrische Antrieb im motorisierten Individualverkehr forciert und sein Potenzial für Tirol 2050 energieautonom ausgeschöpft werden.
Der „Maßnahmenplan E-Mobilität 2023-2025“ koordiniere die Aktivitäten des Landes und seiner Partnerinnen und Partner zur Förderung von Elektromobilität. „Expertinnen und Experten sind sich einig, dass die Mobilitätswende bereits in vollem Gange ist. Es steht außer Frage, dass die Zahl der E-Autos auf unseren Straßen stetig weiter steigen wird und gleichzeitig auch die Ladeinfrastruktur weiterwächst. Der Verbrenner ist überholt und wird bald ausgedient haben – auch wenn das manche nicht wahrhaben wollen“, ist der SPÖ-Landesrat überzeugt.
Das Land werde auch weiterhin daran arbeiten, die Menschen über Mythen rund ums Thema E-Mobilität aufzuklären. „Am besten ist, man überzeugt sich einfach selbst und probiert es aus. Mit Testaktionen wie ,E-Auto sucht dich’ möchten wir daher gemeinsam mit zahlreichen Tiroler Autohäusern offene Fragen beantworten und allen Interessierten die Möglichkeit geben, sich ein eigenes, fundiertes Bild zu machen“, sagt Landesrat Zumtobel abschließend.
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