Der Bau der Weinviertler Schnellstraße S8 östlich von Wien würde die dortigen Gemeinden enorm vom Stau befreien. Aber auch viele Unternehmer aus Wien könnten sich vorstellen, ins Marchfeld zu ziehen.
Es ist eine „Never ending Story“ meint der Raasdorfer Bürgermeister Lukas Zehetbauer (ÖVP) zur aktuallen Situation der Schnellstraße 8. Ob die Route durch das Marchfeld noch gebaut wird, hängt nun vom Verwaltungsgerichtshof ab. Der junge Bürgermeister löste 2023 seinen Vorgänger Walter Krutis (auch ÖVP) ab, der sich rund 20 Jahre um die bessere Anbindung der kleinen Gemeinde an Wien bemühte.
Tägliche Pendler fahren durch
Das Marchfeld brauche dringend eine Verkehrsentlastung. Unternehmen werden wegen der schlechten Anbindung abgeschreckt, das verhindere Investitionen und Arbeitsplätze. Aber auch für die Wien-Pendler ist der B 8-Stau „ein Graus“, heißt es. „Wir sind nur als Gemeinde leider nicht für den Bau zuständig, sondern der Bund“, sagt Zehetbauer.
VwGH „Ja“ fehlt noch
Nach dem Rückschlag für die S8-Befürworter seitens des Gerichts, heißt es nun abwarten. Der letzte Strohhalm für den Bau ist der Verwaltungsgerichtshof. Geprüft wird dort noch, ob die Entscheidung, die Schnellstraße aus Umweltschutzgründen nicht zu bauen, gerechtfertigt war. Die Umweltorganisation „VIRUS“ geht aber nicht davon aus.
Auch Hanke sagt „Ja“
Zehetbauer wünscht sich wie andere Gemeinden im Marchfeld eine Lösung für seine kleine Ortschaft, durch die aber täglich fast 20.000 Autos „durchrauschen“. „Ich höre auch von vielen Unternehmern aus Wien, dass sie sich in der ländliche Region niederlassen würden, wenn es eine gute Verkehrsanbindung gäbe“, sagt der Bürgermeister. Die Genehmigung der S1 Erweiterung im September 2025 gibt aber Hoffnung. Auch SPÖ Verkehrsminister Peter Hanke steht bekanntlich hinter dem Schnellstraßen Bau.
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