Nach Erpessungsserie

Dritter verdächtiger Türsteher festgenommen

Steiermark
08.01.2026 11:03
Porträt von Steirerkrone
Von Steirerkrone

Die Polizei konnte nun auch den dritten Tatverdächtigen im Zusammenhang mit einer Erpressungsserie im Umfeld von Nachtlokalen im Bezirk Leibnitz (Steiermark) festnehmen. Der Mann zeigte sich bisher nicht geständig. Seine beiden mutmaßlichen Komplizen wurden bereits vor einigen Tagen verhaftet.

Nachdem steirische Kriminalisten drei Security-Mitarbeiter ausforschen konnten, die im Verdacht stehen, in diversen Nachtlokalen in Gralla (Bezirk Leibnitz) und Graz zahlreiche Besucher hinterhältig und brutal erpresst zu haben, konnten Beamte nun auch den dritten Tatverdächtigen festnehmen. Der 23-jährige Kosovare dürfte gemeinsam mit einem 26-jährigen russischen Staatsbürger sowie einem 24-jährigen Österreicher an zahlreichen Erpressungshandlungen beteiligt gewesen sein. Der 26-Jährige und der 24-Jährige wurden bereits vor einigen Tagen verhaftet.

Verdächtige weiterhin in Untersuchungshaft
Bei der Einvernahme zeigte sich der 23-Jährige nicht geständig. Er wurde, so wie seine mutmaßlichen Komplizen, in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert. Die beiden bereits zuvor festgenommenen Tatverdächtigen befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft. Neben der Erpressungsserie werden den Verdächtigen auch ein Raub im Zuge einer Veranstaltung beim Schwarzl Freizeitzentrum sowie mehrere Körperverletzungen zur Last gelegt. 

Opferaufruf weiterhin aufrecht
Die Ermittlungen wurden bereits Anfang November von zwei Jugendlichen (16 und 18 Jahre alt) ins Rollen gebracht. Sie gaben an, vor dem Besuch eines Nachtlokals im südsteirischen Gralla von einem Unbekannten ein in Alufolie verpacktes Briefchen als angebliche Gratis-Drogenprobe angeboten bekommen zu haben. Bei der Begutachtung des Päckchens auf einer Toilette des Lokals sollen Türsteher ins WC gestürmt sein. Sie sollen die Burschen bedrängt und durchsucht sowie Drohungen ausgesprochen haben. Als Alternative zur Verständigung der Polizei forderten die Security-Mitarbeiter jeweils 3000 Euro von den Jugendlichen.

Ermittlungen der Kriminaldienstgruppe der Polizeiinspektion Leibnitz ergaben, dass es mindestens 13 weitere Opfer geben soll. Die Dunkelziffer der Betroffenen könnte aber noch weitaus höher sein. Personen, die in ähnlicher Weise von Mitarbeitern eines Sicherheitsdienstes in Nachtlokalen oder im Umfeld von Veranstaltungen bedroht, eingeschüchtert oder zur Übergabe beziehungsweise Überweisung von Geldbeträgen genötigt wurden, werden ersucht, sich bei der Polizei zu melden.

Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Leibnitz unter der Telefonnummer 059 133 6160 entgegen. 

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