Maestro Marius Burkert und die Grazer Philharmoniker bereisten beim Neujahrskonzert „La Bella Italia“ in der Oper Graz Süditalien. Mitklatschen konnte man auch ohne den „Radetzkymarsch“.
Sehnsucht ist das Gefühl, mit dem die Grazer Philharmoniker unter Marius Burkert ins neue Jahr starten – Sehnsucht nach dem südlichen Nachbarland nämlich, allen voran nach der Gegend rund um Neapel. Welcher Walzer passt besser ins Programm eines Neujahrskonzerts unter dem Motto „La Bella Italia“ als „Wo die Zitronen blühn“ von Johann Strauss (Sohn)? Leichtfüßig-tänzelnd und ganz gemächlich geleitet der Klangkörper das Publikum in jenes Land, das so vielen Künstlern als Inspiration diente. Die Zitronen schmecken hier zuckersüß.
Eine willkommene Abwechslung nach der beschwingten Operetten-Glückseligkeit aus Robert Stolz’ „Signorina“ mit Tenor Ted Black ist Richard Strauß’ „Auf der Campagna“ aus dessen Tondichtung „Aus Italien“.
Ist der erste Teil Musik über Italien gewidmet, so kommen im zweiten Teil die Landsmänner selbst zum Zug. Rossini ist Pflichtprogramm, Ermanno Wolf-Ferrari und Nino Rota sind Soundtracks für Fantasien von Liebe und Tod. In Ruggero Leoncavallos träumerischem „La Mattinata“ brilliert Sopranistin Corina Koller.
Mitklatschen zu „Funiculì, Funiculà“
Trotz des vielen Bombastischen gelingt Burkert das Kunststück, das richtige Maß an Süße zu finden und nicht zu sehr ins romantische Schwelgen zu verfallen. Zumindest bis zum offiziellen Ende des Konzerts: Bei der Zugabe kann von nobler Zurückhaltung nicht mehr die Rede sein. „O sole mio“, trällern Black und Koller gemeinsam. Mitklatschen darf das Publikum nicht zum „Radetzkymarsch“, sondern zu „Funiculì, Funiculà“ – das funktioniert aber genauso gut.
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