Auch wenn Weihnachten vorbei ist, gibt es in Tirol noch den einen oder anderen Markt, um im Freien heiße Getränke und gute Stimmung zu genießen. Die „Krone“ hat einen Überblick. Ein Betreiber spricht über das nachweihnachtliche Geschäft.
Eines ist klar: Die große Auswahl, wie noch vor dem 24. Dezember, gibt es in Tirol nicht mehr. Seit dem Heiligen Abend haben die meisten Advent- bzw. Weihnachtsmärkte ihre Pforten geschlossen. Doch wer auf heiße Getränke oder die eine oder andere süße Leckerei im Freien bei winterlichen Bedingungen nicht verzichten will, hat noch bis Anfang 2026 Zeit dafür.
So etwa am Christkindlmarkt in Seefeld. Dieser ist seit dem 21. November geöffnet. Gäste können rund um die Hütten im Tiroler Blockhausstil die heimische Kulinarik genießen und nach regionalem Kunsthandwerk stöbern. Das verlängerte Adventerlebnis hält bis zum 6. Jänner 2026.
Weihnachtliche Stimmung auch noch in Innsbruck
Genauso lange dürfen sich Gäste auch in Innsbruck auf einen Besuch auf dem Christkindlmarkt in der Maria-Theresien-Straße und auf der Hungerburg freuen. In der Innenstadt bieten 30 Stände Produkte aus unterschiedlichen Ländern an. Etwas überschaubarer, dafür mit einer besonderen Aussicht lassen sich Punsche auch über der Landeshauptstadt trinken. Der „Panoramamarkt“, wie jener auf der Hungerburg auch genannt wird, ist nicht nur in der Weihnachtszeit ein besonderes Highlight.
Lienz seit vielen Jahren mit eigenem Dreikönigsmarkt
Noch bis 30. Dezember konnten Besucher den Weihnachtsmarkt in Imst aufsuchen. Dafür wird in Lienz der Johannesplatz zum Treffpunkt für Urlauber und Einheimische. Bis zum 5. Jänner schenken dort heimische Vereine sowie Handwerks- und Kleingastronomiebetriebe aus und verkaufen ihre selbst gemachten Produkte. Besonderes Highlight ist der Dreikönigsmarktzug, der auf seiner Fahrt durch die Stadt nicht nur Kinderaugen zum Strahlen bringt. Bereits zum siebten Mal initiierte der Tourismusverband Osttirol den Dreikönigsmarkt und setzt somit unmittelbar an den bekannten Lienzer Adventmarkt an.
Die zwei in Innsbruck noch geöffneten Märkte laufen laut Robert Neuner, der jenen in der Maria-Theresien-Straße betreut, gut. Die „Krone“ hat mit ihm gesprochen.
„Krone“: Wie viel bringen die Christkindlmärkte, die bis nach Weihnachten offen haben?
Robert Neuner: Die Stadt ist voll und für Touristen ist ein Angebot vor Ort. Es gibt ja auch viele, die das Weihnachtsfest erst noch vor sich haben. Diese haben die Geschenkeinkäufe noch gar nicht erledigt. Auch für die Einheimischen, die hier sind und nicht Skifahren gehen, ist es eine gute Möglichkeit. Nicht nur wegen Heißgetränken und Schmankerln, sondern auch wegen dem Warenangebot. Geschenkartikel werden entweder schon für das nächste Jahr gekauft oder können im Winter generell gebraucht werden.
Frequenz ist immer gut. Es liegt dann an den Verkäufern, präsent zu sein, den Stand gut dekoriert zu haben.

Robert Neuner, Betreiber Markt Maria-Theresien-Straße
Bild: privat
Das Geschäft läuft also?
Aufgrund dessen, dass sich das Angebot in Innsbruck nach Weihnachten auf zwei Märkte verringert, können diese beiden jeweils ganz gut performen.
Handelt es sich bei den Gästen mehrheitlich um Einheimische oder um Touristen?
Für die ganze Laufzeit des Christkindlmarktes verzeichnen wir etwa 60 Prozent Einheimische und 40 Prozent Touristen. Nach Weihnachten sind dann durchaus mehr Gäste da.
Reisen nach wie vor Tagestouristen extra an?
Der Bustourismus geht nach Weihnachten schon deutlich zurück.
Welche Rolle spielen Silvester sowie das Einkaufsverhalten nach Weihnachten?
Frequenz ist immer gut. Es liegt dann an den Verkäufern, präsent zu sein, den Stand gut dekoriert zu haben. Wir merken auch die Angebote, die rings um uns herum sind, und stimmen uns untereinander ab. Man kommt ja nicht wegen einem Angebot in die Stadt. So lassen wir zum Beispiel auch die Märchengasse und die Weihnachtsbeleuchtung bis Mitte Jänner stehen.
Sie haben die Nicht-Skifahrer angesprochen. Hilft die aktuell dürftige Schneelage?
Wenn in den Seitentälern die Schneelage überschaubar ist, profitieren wir. Die Urlauber machen dann oft einen „Stadt-Tag“ mehr.
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