Nach längerer Flaute

Steirischer Plan für mehr Windkraft liegt bald vor

Steiermark
31.12.2025 15:30

In Sachen Windkraftausbau ging in den vergangenen Jahren wenig weiter in der Steiermark. In Kürze sollen aber neue Vorrangzonen vorliegen, die Landesregierung will dabei ihr ursprüngliches Ziel sogar übertreffen. Ein paar Großprojekte sind bereits in Umsetzung.

Es soll eines der ersten Ausrufezeichen der blau-schwarzen Landesregierung im neuen Jahr sein: das mittlerweile dritte Sachprogramm Windkraft. Es definiert in der Steiermark Vorrangzonen für Windräder – aber auch Ausschlusszonen, wo ihre Errichtung tabu ist.

Das bisher letzte Programm stammt aus dem Jahr 2019. Man sei in den finalen Detailarbeiten, heißt es aus den Regierungsbüros. Und man betont: Das im Regierungsprogramm gesteckte Ziel von 400 Megawatt zusätzlicher Leistung bis zum Jahr 2030 werde – zumindest am Papier – sogar übertroffen. In der Landtagssitzung im Oktober sprach der für Regionalentwicklung zuständige Landesrat Stefan Hermann (FPÖ) von 32 potenziellen Standorten, die noch in Sachen Wildökologie und Umweltschutz detailliert untersucht werden. In erster Linie dürfte es sich wohl um eine Erweiterung bestehender Vorrangzonen handeln.

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Wir wollen etwa 400 Millionen Euro in den Ausbau von Windkraft investieren und circa 100 neue Windräder errichten.

Urs Harnik (Energie Steiermark)

Drei Großprojekte der Energie Steiermark
Unabhängig davon geht – nach einigen Jahren relativer Flaute – der Ausbau der Windenergie in unserem Bundesland voran. Die bisher letzte Inbetriebnahme waren vier Anlagen am Silbersberg bei Trofaiach im Herbst 2024. Mitten in der Errichtung sind 15 zusätzliche Windräder auf der weststeirischen Freiländer-Alm. „Acht Windräder sind bereits fertig, sieben folgen demnächst“, so Urs Harnik, Sprecher der Energie Steiermark. Der Windpark kostet 160 Millionen Euro und hat die Leistung von gleich drei Murkraftwerken.

Auf der Soboth, wo ebenfalls 15 Windräder um 180 Millionen Euro gebaut werden, beginnen die Arbeiten in diesem Jahr und dauern bis 2027. Grünes Licht gibt es nach jahrelangen Genehmigungsverfahren auch für den Windpark Stubalpe (17 Anlagen, etwa 145 Millionen Euro Investitionsvolumen). Noch festgelegt werden muss der Trassenverlauf für die Stromleitung. Die Inbetriebnahme ist laut Harnik erst für 2029 vorgesehen.

Die Energie Steiermark plant im Hintergrund schon an neuen Projekten. Bekannt ist seit Kurzem auch, dass die Firma ImWind den 2002 eröffneten Tauernwindpark in Pölstal um sieben Anlagen erweitern will, die Umweltverträglichkeitsprüfung läuft. Ein weiteres Projekt verfolgt die Wiener Energie am Gruberkogel, Pläne gibt es unter anderem auch für Trieben und für den Kletschachkogel. 

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