„Tochter im Gefängnis“

Falsche Polizisten knöpfen Seniorin Goldschatz ab

Tirol
29.11.2025 09:08

Gebetsmühlenartig wurde und wird vor ihnen gewarnt: Die Rede ist von skrupellosen Betrügern, die sich am Telefon als Polizisten ausgeben und ihren auserwählten Opfern mit dubiosen Lügenmärchen sprichwörtlich das Geld aus der Tasche ziehen wollen. Eine Innsbruckerin (87) fiel auf die fiese Masche herein und übergab den Kriminellen einen regelrechten Goldschatz.

Die betagte Frau wurde bereits am Donnerstagabend von unbekannten Tätern telefonisch kontaktiert. Die Anrufer gaben sich als Polizisten aus und gaukelten der 87-Jährigen vor, dass ihre Tochter in einen Verkehrsunfall mit Verletzten verwickelt gewesen wäre. Nun müsse diese in Haft!

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Aufgrund des ausgeübten Drucks bereitete die 87-Jährige schließlich mehrere Goldmünzen vor, die später von einem Unbekannten abgeholt wurden.

Ermittler von der Polizei

Um die Tochter vor dem Gefängnis zu bewahren, müsse eine Kaution bezahlt werden, so die Behauptung. „Aufgrund des ausgeübten Drucks bereitete die 87-Jährige schließlich mehrere Goldmünzen vor, die später von einem Unbekannten abgeholt wurden“, schilderte die echte Polizei am Samstag. 

Der Schaden ist enorm, beläuft sich laut ersten Ermittlungen auf einen fünfstelligen Eurobetrag. Von den Tätern fehlt bislang jede Spur. Kriminalpolizeiliche Erhebungen sind im Gange.

So können Sie sich schützen
Immer wieder kommt es auch in Tirol zu solchen Betrügereien, bei denen sich die Anrufer als Polizisten oder Kriminalbeamte ausgeben. Nicht selten sind die Täter auch erfolgreich – es gab auch schon Schäden im sechsstelligen Eurobereich. Die echte Polizei weiß, wie man sich schützen kann:

  • Brechen Sie derartige Telefonate sofort ab. Lassen Sie sich auf keine Diskussionen ein und machen Sie Ihrem Gegenüber entschieden klar, dass Sie auf keine der Forderungen/Angebote eingehen werden.
  • Fragen Sie nach einer Rückrufnummer des Anrufers.
  • Lassen Sie niemanden in Ihr Haus oder Ihre Wohnung, den Sie nicht kennen. Verwenden Sie zur Kontaktaufnahme die Gegensprechanlage oder verwenden Sie die Türsicherungskette oder den Sicherungsbügel.
  • Falls Sie einen derartigen Anruf erhalten, melden Sie dies bei der nächsten Polizeidienststelle.

Nicht unter Druck setzen lassen
Einmal mehr heißt es: Die echte Polizei würde niemals Geld fordern oder sich über Vermögen erkundigen. Auch würde die echte Polizei niemals zu jemandem heimkommen, um Geld oder Wertsachen mitzunehmen. Opfer sollten sich keinesfalls von den Anrufern unter Druck setzen lassen.

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