Heute, Samstag, marschieren Demonstranten vom Seniorenheim Hof zum Gemeindeamt, um gegen Abschaffung des Bonus zu protestieren. Bisher zeigt sich die Salzburger Landesregierung wegen der umstrittenen Maßnahmen nicht gesprächsbereit.
Salzburg will als einziges Bundesland in Österreich den Pflege-Bonus nicht auszahlen. Bis zu 130 Euro verlieren die Pflegekräfte dadurch im Monat vom Netto-Gehalt. Das hat bereits zu einem großen Aufruhr geführt, der kein Ende nimmt. Bereits am Dienstag gingen Tausende in der Stadt Salzburg als Protest gegen die Abschaffung auf die Straße. Die Gewerkschaft sprach gar von 12.000 Teilnehmern. Auch eine Petition mit mehr als 80.000 Unterschriften wurde übergeben.
Bisher hat das alles nicht geändert. Landeshauptfrau Karoline Edtstadler (ÖVP) und Vize Marlene Svazek (FPÖ) bleiben hart. Daher wird es weiter zu Protesten in Salzburg kommen. Schon heute, Samstag, kommt es zu einer weiteren Demonstration. Um 13 Uhr versammeln sich Pfleger und Unterstützer vor dem Seniorenheim und werden Richtung Gemeindeamt marschieren zu Neo-Bürgermeisterin Daniela Rosengger (ÖVP). Dort sollen auch Amtskollegen aus anderen Gemeinden mit dabei sein.
In der kommenden Woche soll es auch zu einem Treffen zwischen Gesundheitslandesrätin Daniela Gutschi (ÖVP) und den Betriebsräten der Salzburger Landeskliniken (SALK) kommen. Am Freitag findet dann eine weitere Runde der Betriebsräte mit Gewerkschaften und Arbeiterkammer statt. Da sollen die weiteren Schritte und Proteste besprochen werden. Der Arbeitskampf ist damit vorprogrammiert, auch Streiks können dann vermutlich nicht mehr ausgeschlossen werden.
Der Zentralbetriebsrat der SALK hat eine Betriebsvereinbarung bereits aufgekündigt. Ab 1. Mai wird dann nur mehr im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten gearbeitet. Also 48 Wochenstunden anstatt 56 – für alle Berufsgruppen. Damit müssten auch Leistungen heruntergefahren werden. Röntgenaufnahmen könnten dann etwa nur noch zwischen 8 und 16 Uhr gemacht werden.

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