Während die einen den Winter genießen und an Wintersport denken, bangen andere um ihr Überleben. Noch immer leben Dutzende Kärnten auf der Straße und trotzen den Minusgraden!
Schnee, Frost, Eisregen und Temperaturen weit unter 0 Grad. Für viele Kärntnerinnen und Kärntner ist der Winter die härteste Zeit. Denn obwohl Österreich ein reiches Land ist, leben immer noch zu viele Menschen in Armut. Mehr als 340 Kärntnerinnen und Kärntner sind obdachlos – und diese Zahlen sind nur eine Schätzung der Caritas, denn genaue Daten gibt es nicht.
Warum diese Menschen kein Dach über dem Kopf haben, ist unterschiedlich. Manche haben ihren Job wegen einer Krankheit verloren, haben Suchtprobleme oder sind wegen anderer privater Schicksalsschläge in eine Abwärtsspirale geraten.
„Ich bin in ein großes Loch gefallen“, sagt Herr P. Der Kärntner musste wochenlang im Wald schlafen, nachdem er nach einer Trennung Wohnung und Job verloren hatte. In der Wohnungslosentagesstätte Eggerheim hat er neuen Mut geschöpft. In der Klagenfurter Kaufmanngasse 6 wird Wohnungslosen rund um die Uhr geholfen. Tagsüber sind die Caritas-Mitarbeitenden die ganze Woche über zwischen 8 und 18 Uhr vor Ort. Nachts ist die Notschlafstelle verfügbar. Außerdem greift das Kältetelefon: Dieses Angebot ist bereits seit 1. November von 18 bis 6 Uhr besetzt.
Jeder kann dort anrufen und etwa einen Hinweis auf einen Menschen geben, der in der Kälte draußen schlafen muss. Der wichtigste Appell: Nicht wegschauen! Oft ist es ein Anruf, der über Leben und Tod entscheidet. „Eine kalte Winternacht kann tödlich enden, ein einziger Anruf Leben retten“, betont Katrin Starc, Fachbereichsleiterin der Wohnungslosenhilfe der Caritas. Den Hilfesuchenden wird dann telefonisch ein warmer Schlafplatz in der Caritas-Notschlafstelle angeboten oder ein anderes Notquartier vermittelt. Für medizinische Notfälle gilt trotzdem die Notrufnummer 144.
In Osttirol gilt die Kälte-HOTline der Tiroler Sozialen Dienste als Koordination und Bereitstellung lebensrettender Hilfe während der kalten Wintermonate. Im Vorjahr wurde so mehr als 300 Anrufern geholfen.
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