Shoppen allein ist längst nicht mehr genug, wenn man internetaffine Kunden zurück in die Geschäfte und Einkaufszentren locken möchte. Das belegen auch aktuelle Zahlen. Vorbilder für ein gelungenes Rundum-Erlebnis gibt es in Japan, aber auch in Tirol.
Sinkende Verkaufsflächen, immer noch mehr Online-Shopping, Leerstände – damit kämpfen nicht nur Innenstädte, sondern auch die Einkaufszentren. Daran ändert auch ein traditionell starkes Weihnachtsgeschäft nichts.
Verkaufsfläche ist zurückgegangen
Bei einem Treffen führender Vertreter der Tiroler Einkaufs- und Fachmarktzentren wurden die Entwicklungen mit Zahlen untermauert. „Der Anteil des stationären Einzelhandels an den Konsumausgaben ist auf 12,6 Prozent gesunken, gleichzeitig sind die Verkaufsflächen seit 2015 um rund ein Viertel zurückgegangen“, erklärte Martina Wasserbauer vom Standortentwicklungsbüro Regioplan. Alarmsignale, die nach neuen Konzepten verlangen.
Weltweit gilt das „Aeon Lake Town“ in Japan als Vorbild für gelungene Neuausrichtung. Dieses ist mehr Erlebniswelt, denn reine Einkaufsmeile. Hochwertige Gastronomie, familienfreundliches Ambiente und zahlreiche Verweilzonen gehören zum Konzept.
Freilich lassen sich die Dimensionen nicht mit heimischen Zentren vergleichen, aber das Konzept ist übertragbar. Zu den erfolgreichen Ansätzen gehören laut Wirtschaftskammer Funktionsmischungen mit Gastronomie-, Gesundheits- oder Freizeitangeboten.
Ein Beispiel präsentierte Sebastian Schneemann, Centermanager des Kaufhaus Tyrol. Das Haus verzeichnet jährlich rund 5,2 Millionen Besucher, ein Drittel davon Touristen. Die gezielte Auswahl hochwertiger Shop-Partner, eine moderne Gestaltung des Centers sowie erfolgreiche Veranstaltungsformate tragen wesentlich zur hohen Aufenthaltsqualität und Kundenbindung bei.
Die Zeiten ändern sich und die Einkaufszentren müssen sich neu erfinden. Darin waren sich alle beim Treffen einig. „Die Sparte Handel wird diesen Dialog weiterhin aktiv fördern“, versprach Spartenobmann Roman Eberharter.
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