14.12.2005 16:53 |

Rückzieher

Michelin macht 2007 mit der F1 Schluss

In der Formel 1 sorgen zwei Unternehmens-Entscheidungen für Wirbel: Ferrari muss sich nach dem Ausstieg von Vodafone ab 2007 einen neuen Sponsor suchen, die Konkurrenz sogar nach neuen Reifen Ausschau halten. Der französische Hersteller Michelin wird sich nach der Saison 2006 aus der Königsklasse des Motorsports zurückziehen, weil die Entwicklung nicht mehr der Firmen-Philosophie entspricht.

Hintergrund ist der angestrebte Einheitsreifen, mit dem die Teams die ausufernden Kosten wieder in den Griff bekommen sollen. 2008 möchte der Internationale Automobilverband (FIA) zu so genannten Slicks, also Reifen ohne Rillen, zurückkehren, die dann nur noch von einem Hersteller geliefert werden sollen.

Michelin hatte diesen Vorschlag stets abgelehnt, allerdings kommt der Zeitpunkt der Entscheidung überraschend. Bisher stand Michelin in Konkurrenz mit dem japanischen Hersteller Bridgestone. Das mit diesen Reifen ausgerüstete Ferrari-Team mit Rekord-Weltmeister Michael Schumacher hatte in der abgelaufenen Formel-1-Saison mit oftmals nicht konkurrenzfähigen Gummi-Mischungen zu kämpfen.

Ferrari geht Sponsor flöten
Verabschieden muss sich auch Ferrari - und zwar von seinem zweitwichtigsten Sponsor. Der britische Telekommunikationskonzern Vodafone wird von 2007 an nicht mehr die Italiener, sondern McLaren- Mercedes als Hauptsponsor unterstützen. Eine entsprechende Vereinbarung gaben Mercedes und Vodafone am Mittwoch bekannt.

Der offizielle Teamname wird deshalb ab 2007 "Vodafone McLaren Mercedes" heißen. Die genaue Laufzeit des Vertrages wurde nicht genannt, allerdings sei die Zusammenarbeit langfristig "bis ins nächste Jahrzehnt" angelegt, hieß es. Der bisherige McLaren-Mercedes- Hauptsponsor "West" hatte sich wegen des Tabakwerbeverbots aus der Formel 1 zurückgezogen. Ferrari soll von Vodafone 40 Mio. Dollar (33.3 Mio. Euro) pro Jahr an Sponsorengeldern kassieren.

Dienstag, 15. Juni 2021
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