Rund 13 Jahre nach einem Tötungsdelikt in Niederösterreich ist ein Verdächtiger ausgeforscht worden. Ein 55 Jahre alter ungarischer Staatsbürger soll 2012 einen 45-jährigen Landsmann erstochen haben. Der Beschuldigte sitzt bereits in Ungarn wegen Raubes in Haft. Die Skelettteile des Opfers waren im Dezember 2020 nahe der Westautobahn (A1) in Pöchlarn im Bezirk Melk gefunden worden.
Über acht Jahre hinweg waren die Knochenteile in einem Grünstreifen neben der Autobahnabfahrt Pöchlarn niemandem aufgefallen. Das Opfer dürfte nicht als vermisst gemeldet worden sein. Ins Rollen kam die Causa, nachdem Forstarbeiter am 18. Dezember 2020 die Skelettteile entdeckt hatten.
Durch mehrere Messerstiche getötet
Später entdeckten Ermittler laut „Kurier“ eine Lederjacke mit Einstichstellen, die dem Toten zugeordnet werden konnte. Eine DNA-Analyse ergab, dass es sich beim Opfer um einen 45-jährigen Ungarn handelt, der durch mehrere Messerstiche getötet worden sein dürfte, teilte das ungarische Staatssekretariat für Strafverfolgung mit. Hinzugezogen wurden vom Landeskriminalamt Niederösterreich Beamte des nationalen Ermittlungsbüros der ungarischen Polizeibehörden.
Ein 55-jähriger Bekannter des Opfers wurde als Verdächtiger ausgeforscht. Der Mann war offenbar 2012 gemeinsam mit dem 45-Jährigen von Ungarn für Gelegenheitsjobs nach Österreich gereist. Nach einem Streit dürfte der Beschuldigte seinem Bekannten Messerstiche versetzt haben.
Wir sind froh, dass unsere Arbeit zur Klärung des Falles beitragen konnte.
Stefan Pfandler, Leiter des Landeskriminalamtes Niederösterreich
Verdächtiger gibt sich unschuldig
Die Ermittlungen in der Causa wurden von der Staatsanwaltschaft in St. Pölten an die ungarischen Behörden übertragen. Der Beschuldigte bestreitet offenbar die Tötung. Die Ermittlungsdetails wurden seitens der Landespolizeidirektion Niederösterreich mit Verweis auf die ungarischen Behörden nicht bestätigt. „Wir sind froh, dass unsere Arbeit zur Klärung des Falles beitragen konnte“, betonte jedoch der Leiter des Landeskriminalamtes Niederösterreich, Stefan Pfandler. Die Tatortarbeit sei Schlüssel zum Erfolg gewesen.
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