„Krone“ beim Dreh

Filmisches Mahnmal gegen das Vergessen

Unterhaltung
10.11.2025 06:00

Im Sechsteiler „Das Vergessen“ kämpft Julia Koschitz als engagierte Polizistin gegen frühes Alzheimer an – die „Krone“ war beim Dreh in den Simmeringer Werkshallen dabei und hat sich bei der Hauptdarstellerin und dem Regieduo Johanna Moder und Daniel Prochaska schlau gemacht.

Bei bestem Herbstwetter gehen in den Simmeringer Werkshallen gerade die Dreharbeiten zur ORF/ARD-Degeto-Produktion „Das Vergessen“ in die finale Phase. Die sechsteilige und in sich abgeschlossene Serie soll 2026 ins Fernsehen kommen und zentriert ein besonders belastendes Thema, das viele kennen: die Alzheimer-Erkrankung.

Publikumsliebling Julia Koschitz spielt eine mit frühem Alzheimer diagnostizierte Polizistin, deren Nichte (Fabia Matuschek) vor Monaten spurlos verschwunden ist. Gezeichnet von der Krankheit weiß sie, dass es ihr letzter Fall sein wird, aber sie riskiert alles, um ihn zu lösen und damit auch das erhoffte Familienglück wiederherzustellen.

Die „Krone“ schnupperte bei den Dreharbeiten rein.
Die „Krone“ schnupperte bei den Dreharbeiten rein.(Bild: Imre Antal)

„Meine Figur versucht, die Erkrankung geheim zu halten, damit sie am Fall weiterarbeiten darf“, gibt Koschitz der „Krone“ in einer kurzen Drehpause Einblick in ihre Rolle, „am Ende ist es ein Wettlauf mit der Zeit, ob sie es schafft, den Fall mit ihren noch vorhandenen Kapazitäten zu lösen.“ Die Schauspielerin will mit der Rolle nicht zuletzt auch enttabuisieren. „Gerade im privaten Umfeld ist die Krankheit noch immer stark mit Scham belastet. Wenn man bedenkt, wie viele Betroffene es gibt, ist das verrückt. Insofern kann man nie genug darüber reden.“

Mit Kapazundern wie Martina Ebm, Matthias Koeberlin oder Anja Pichler wird noch bis Anfang Dezember gedreht – die Regie teilen sich dieses Mal Daniel Prochaska und Johanna Moder untereinander auf. „Es ist kein reines Drama, es gibt auch einen Krimi- und Thrilleraspekt“, so Prochaska, „wichtig sind die Ausstattung und der Stil mit den analogen Filtern, mit denen verschiedene Erzählebenen entstehen.“ Als Inspiration dienten große Filme wie das Demenz-Drama „The Father“ mit Sir Anthony Hopkins. Moder setzt sich für die zwei Abschlussfolgen in den Regiestuhl und lobt die Zusammenarbeit. „Daniel und ich haben dieselbe Vision – die Serie ist sehr nah an der Realität.“

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