Organisator wehrt sich

Wirbel wegen Eintritt bei Grazer Krampuslauf

Steiermark
06.11.2025 12:57
Porträt von Steirerkrone
Von Steirerkrone

Erstmals nach mehrjähriger Pause steigt heuer wieder der Grazer Krampuslauf: Für die Veranstaltung am 16. November am Freiheitsplatz ist heuer aber erstmals Eintritt fällig – und das sorgte bereits für heftige Kritik. Nun gehen KFG-Stadträtin Claudia Schönbacher und Veranstalter René Neubauer in die Offensive.

Krampusumzüge gehören in der Vorweihnachtszeit in der Steiermark einfach dazu. Ausgerechnet in der Landeshauptstadt hatten die gruseligen Gesellen in den letzten Jahren aber Pause – zum letzten Mal fand 2019 der große Umzug statt. Heute gibt‘s aber das für viele langersehnte Comeback: Am 16. November lehren Krampus- und Perchtengruppen am Freiheitsplatz wohl nicht nur Kindern wieder das Fürchten. 

Für Kritik sorgte im Vorfeld die Tatsache, dass heuer erstmals in Graz Eintritt verlangt wird – 5,75 Euro für Erwachsene, 3,45 Euro für Kinder bis zwölf Jahre. Dem tritt nun KFG-Stadträtin Claudia Schönbacher entgegen. Auf Initiative ihrer Fraktion wurde im heurigen Jänner ja im Gemeinderat beschlossen, den Krampuslauf wieder ins Leben zu rufen. „In Bezug auf den Ticketverkauf steht das Gerücht im Raum, dass dieser eine gewinnorientierte Veranstaltung sein soll. Das ist und war nie das Ansinnen des Krampuslaufes, doch der Ticketverkauf ist aufgrund der notwendigen Sicherheitsvorkehrungen und der nicht ausreichenden öffentlichen Mitteln für die Finanzierung notwendig geworden“, stellt Schönbacher klar.

Wehren sich gegen Kritik: Veranstalter René Neubauer und Stadträtin Claudia Schönbacher.
Wehren sich gegen Kritik: Veranstalter René Neubauer und Stadträtin Claudia Schönbacher.(Bild: Büro Schönbacher)

2019 wurde die Veranstaltung demnach noch mit mehr als 50.000 Euro gefördert – heuer sind‘s nur 25.000. Und das bei aktuellen Kostenschätzungen von 90.000 bis 95.000 Euro. „Wäre nicht das ehrenamtliche Engagement der Perchtengruppen und des Veranstalters, könnte der Lauf gar nicht stattfinden“, ist Schönbacher überzeugt. Sie kritisiert vor allem den ehemaligen Kulturstadtrat Günter Riegler (ÖVP). „Er hätte handeln können. Vor allem, wenn man bedenkt, dass sich die Fördermittel in der Kultur auf mehrere Millionen Euro jährlich belaufen. Aber die ÖVP putzt sich einfach ab. Zumindest Bürgermeisterin Elke Kahr hat Wort gehalten und eine Subvention freigegeben, allerdings deutlich unter den notwendigen Mitteln.“

Vier geregelte Hauptzugänge
Veranstalter René Neubauer begründet die hohen Kosten vor allem mit dem umfangreichen Sicherheitskonzept, da für die Veranstaltung Terrorwarnstufe 2 gelte. „Es geht in erster Linie darum, dass nicht zig tausende Menschen auf einmal auf den Grazer Freiheitsplatz stürmen können – ohne Zugangskontrolle und Sicherheitsvorkehrungen. Das wäre einfach fahrlässig, daher gibt es vier geregelte Hauptzugänge für den Krampuslauf, die mit entsprechenden Security-Teams gesichert sind.“ Außerdem werde etwa auch in Schladming oder Oberach bereits Eintritt für Krampusläufe verlangt.

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