Das neue Verbund-Kraftwerk Limberg III fällt aufgrund eines technischen Defekts mehrere Monate aus, wie am Donnerstag bekannt wurde. Das Pumpspeicherkraftwerk in Kaprun (Pinzgau) ging als modernste „Batterie“ Österreichs erst vor rund zwei Monaten in Betrieb.
Nach den Projekten Limberg I und II wurde die Wasserkraftwerksgruppe Kaprun um eine dritte Anlage erweitert. Der teilstaatliche Energiekonzern errichtete Limberg III in vier Jahren Bauzeit vollständig unter Tage. Die Dimension ist beeindruckend – die Kaverne entspricht in ihrem Volumen dem Mittelschiff des Wiener Stephansdoms und ist mit 480 Megawatt (MW) eines der größten Pumpspeicherkraftwerke Österreichs.
„Aufwendige Reparaturarbeiten“ notwendig
Nun steht die Anlage wegen technischer Probleme still und kann monatelang keinen Strom produzieren: Beide Maschinen weisen laut Betreiber Isolationsfehler auf und müssen aufwendig repariert werden. Die Schadensursache werde derzeit noch ermittelt. „Die aufwendigen Reparaturarbeiten“ werden jedenfalls „Monate in Anspruch nehmen“, so der Verbund.
Zusätzlich wurden im Kraftwerk Kaprun Oberstufe Mängel an einem Einspeisetransformator festgestellt. Auch dieses Kraftwerk wird deshalb mehrere Monate „nicht zur Verfügung stehen“, weitere 160 MW fallen weg. Die Versorgungssicherheit sei dadurch aber nicht gefährdet, versicherte das Unternehmen.
Baukosten bei 525 Millionen Euro
Der Bau von Limberg III kostete 525 Millionen Euro und war erst nach dem umstrittenen Ausbau des Stromnetzes in Salzburg möglich, insbesondere durch die 380-Kilovolt-Leitung vom Umspannwerk Kaprun bis nach St. Peter am Hart in Oberösterreich mit einer Länge von 114 Kilometern.
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