Hier in den Bergen hinter Sotschi ist Olympia - und aus. Da ist kein Platz für das Böse da draußen. Der Bürgerkrieg in Kiew ist nur eine flüchtige Irritation. Hier geht es um Punkte, Meter und Sekunden - die olympische Welt ist heil. Und soll gefälligst so bleiben.
"Ekecheiria" nannten die alten Griechen die heilige Waffenruhe während der Spiele. Diese Idee hat es bis in die Gegenwart geschafft. Als Klischee. Keine Eröffnungs- oder Schlussfeier kommt ohne die weißen Tauben aus, dem Zeichen des Friedens. Auch wenn das in Wahrheit nur ein frommer Wunsch ist.
Ständige Präsenz von Militär
Der Sicherheits-Aufwand bei Olympia ist ohnehin unvorstellbar groß. Und in Südrussland nach den Attentaten der Tschetschenen sogar noch ein gutes Stück größer. Vieles davon ist gut sichtbar. Schwer bewaffnete Polizisten, im Schritttempo patroullierende Polizeiautos, ständige Präsenz von Uniformen und Militär.
Vieles aber ist gar nicht oder erst beim zweiten Hinschauen zu sehen. Wie die Kanonenrohre beim Alpincenter Rosa Chutor. Ein Panzir-S1, weiß einer. Und das Internet gibt ihm recht. Ein modernes russisches Kurzstrecken-Luftabwehrraketen-System. Kein Spielzeug.
Roter Punkt auf dem Anorak - in Herzgegend
In der Gegend dort oben griff auch der kanadische Teamarzt auf der Piste zur Innentasche seines Anoraks, um eine Kamera herauszuholen. Eine harmlose Bewegung, den berühmten Griff zum Schulterhalfter ähnlich. Plötzlich sah der Arzt einen roten Punkt auf seinem Anorak. In Herzgegend... Langsam streckte er die Hände weit weg von seinem Körper.








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