Jedes einzelne Bild, das der Satellit "WorldView-2" (Bild) von der Oberfläche der Ozeane macht und zur Erde funkt, wird mit einem speziellen Programm gescannt. Weil jede der hochauflösenden Aufnahmen (kleines Bild), die der in einer Höhe von 770 Kilometern kreisende Satellit macht, 2,5 Gigabite groß ist (rund 1.300 Mal größer als ein durchschnittliches Handyfoto, Anm.) können die Wale - trotz der großen Entfernung - identifiziert werden.
Außerdem sind die Kameras von "WorldView-2" in der Lage, Bilder in Frequenzbereichen des Lichtes zu machen, die tief in das Wasser reichen, und daher auch tiefer schwimmende Tiere zu erfassen, berichten die englischen Wissenschaftler.
Vielversprechende Tests mit Südkapern
Erste Tests der Methode bei Südkapern, einer Walart aus der Familie der Glattwale , im Golfo Nuevo vor Argentinien sind laut Angaben der Foscher sehr erfolgreich verlaufen. Sie hoffen daher, dass das Verfahren bald weltweit angewendet werden kann.
"Wal-Populationen waren immer schwierig zu erheben", erläutert BAS-Forscher Peter Fretwell. Die Möglichkeit, die Wale automatisch und kostengünstig zu zählen, sei von großem Nutzen beim Naturschutz, zumal die Tiere bei dieser Art der Zählung überhaupt nicht gestört werden.
Das British Antarctic Survey ist das Polarforschungsprogramm von Großbritannien. Von allen europäischen Staaten unterhält es neben dem französischen Polarinstitut Paul Emile Victor das größte Netz von antarktischen und subantarktischen Forschungsstationen.
Satellit kreist seit Herbst 2009 im All
Die Sonde "WorldView-2" war am 8. Oktober 2009 vom kalifornischen Luftwaffenstützpunkt Vandenberg aus ins All gestartet. Der Satellit ist der dritte Fernerkundungssatellit des in Longmont (im US-Bundesstaat Colorado) ansässigen privaten Unternehmens DigitalGlobe, das hochauflösende Bilder mit hoher Farbauthentizität von der Erde liefert.











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