Empfängt Signale

Doch noch Hoffnung für Chinas Mond-Rover "Yutu"?

Wissenschaft
13.02.2014 09:08
Für Chinas defektes Mondfahrzeug "Yutu" gibt es offenbar doch noch Hoffnung: Der ferngesteuerte Rover (Bild) sei "noch am Leben", sagte am Donnerstag ein Sprecher der Mondmission der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua. Es gebe daher noch eine Chance, das "Jadekaninchen" zu retten.

Am Mittwoch hatte die staatliche Nachrichtenagentur China News Service gemeldet, dass die Raumfahrtbehörde das Mondfahrzeug bereits aufgegeben habe, weil die volle Funktionsfähigkeit nicht wieder hergestellt werden könne. Für das ehrgeizige chinesische Raumfahrtprogramm wäre das vorzeitige Scheitern der Mission ein herber Rückschlag.

"Yutu" ist seit Mitte Dezember auf dem Mond im Einsatz. Mehrere Stunden nach der ersten chinesischen Mondlandung überhaupt startete der Rover seine erste Erkundungsfahrt. Nach zwei Tagen sendete er dann erste Aufnahmen zur Erde. Ende Jänner hatte die chinesische Raumfahrtbehörde dann aber von technischen Problemen des Fahrzeugs berichtet. Laut Xinhua gab es eine "Unregelmäßigkeit bei der technischen Kontrolle", die mit "der komplizierten Umgebung auf der Mondoberfläche" zu tun habe (siehe Infobox).

Rover empfängt wieder Signale
Die Wissenschaftler waren besorgt, ob der Rover im Ruhezustand die 14 Tage lange, kalte Nacht auf dem Mond überstehen kann. Nun habe er aber ganz normal Signale empfangen, sagte Mond-Missionssprecher Pei Zhaoyu. "Yutu ist zum Leben zurückgekehrt", fügte er hinzu.

China ist das dritte Land nach den USA und der früheren Sowjetunion, dem eine Mondlandung glückte. Das letzte Mal hatte die Sowjetunion im Jahr 1976 erfolgreich eine Sonde zum Mond geschickt. Die chinesische Raumfahrtbehörde feierte die erste erfolgreiche Mondlandung nach fast vier Jahrzehnten als wichtigen Schritt "für die ganze Menschheit".

China plant bemannten Flug zum Mond
Die Landung des Mondfahrzeugs war eine wichtige Etappe für das chinesische Raumfahrtprogramm, das bis 2020 den Aufbau einer dauerhaften Weltraumstation vorsieht. Für Peking ist das vom Militär verantwortete Raumfahrtprogramm ein Symbol für das wachsende internationale Gewicht des Landes und die wissenschaftliche und technische Aufholjagd gegenüber dem Westen und Russland. Das ehrgeizigste Vorhaben der chinesischen Raumfahrt ist die Entsendung eines Taikonauten, wie Astronauten in China genannt werden, zum Mond. Ein Zieldatum dafür gibt es noch nicht.

Ursprünglich sollte der Rover drei Monate lang über die Mondoberfläche fahren und unter anderem nach Bodenschätzen suchen. Am 25. Jänner hatte die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua dann aber von einer "Unregelmäßigkeit bei der technischen Kontrolle" berichtet, die mit "der komplizierten Umgebung auf der Mondoberfläche" zu tun habe.

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