Der Sieg über den Titelverteidiger war laut Trainer Zoran Barisic verdient, weil Rapid über weite Strecken mehr vom Spiel hatte. "Wir haben gut begonnen und konnten gegen eine gut organisierte Austria immer wieder durchbrechen. Beim Gegentor haben wir uns nicht gut angestellt und waren dann etwas verunsichert, haben aber schnell wieder zurück in die Partie gefunden", analysierte der 43-Jährige.
Entscheidender Faktor für seine Mannschaft war die Stärke bei Standard-Situationen - alle drei Treffer entstanden aus ruhenden Bällen. "Das ist okay und gehört auch dazu. Aber natürlich wünsche ich mir auch Tore aus dem Spiel heraus. Die Chancen dazu hatten wir", meinte Barisic und gab zu: "Bei Standards gehört auch Glück dazu."
Starke Vorstellung von Hofmann
Alle drei Standard-Situationen wurden von Steffen Hofmann ausgeführt. Der 33-Jährige lieferte eine gelungene Darbietung ab und strafte damit jene Kritiker Lügen, die den Kapitän schon zum alten Eisen zählten. "Ich habe die Kritik nie persönlich genommen. Ich weiß, was ich kann, wenn ich fit bin, und ich habe die komplette Vorbereitung mitgemacht", betonte Hofmann.
Den Erfolg über die Austria bezeichnete der Deutsche als "Sieg des Willens. Es war eine hart umkämpfte Partie, aber wir waren einen Tick aggressiver und wollten den Sieg mehr." Für den Mittelfeldspieler gab es von Barisic ebenso Lob wie für dessen Namensvetter Maximilian Hofmann, der in der Innenverteidigung eine zumeist abgeklärte Partie spielte.
Der 20-Jährige rutschte in die Anfangsformation, weil Christopher Dibon wegen einer Sperre fehlte und Brian Behrendt von einer Muskelblessur gehandicapt war. Für Hofmann war es erst sein zweites Bundesliga-Match, trotzdem mauserte sich der Abwehrspieler zu einem ernsthaften Anwärter auf einen Stammplatz. "Maximilian hat bewiesen, dass er ein wichtiger Teil der Mannschaft ist", erklärte Barisic, der nun vor einem "Luxusproblem" steht. Mit Maximilian Hofmann sowie den wiedergenesenen Deni Alar und Michael Schimpelsberger steigt die Qual der Wahl bei der Aufstellung.
Bjelica mit Schiedsrichter unzufrieden
Rapids Mannschaftsgefüge funktionierte am Sonntag besser als jenes der Austria, auch wenn Trainer Nenad Bjelica beschwichtigte: "Ich kann meinen Spielern nur bei den Standards etwas vorwerfen, sonst waren wir in allen Belangen so gut wie Rapid, vielleicht sogar besser. Wir haben uns defensiv sehr gut präsentiert und einige Chancen kreiert", behauptete der Kroate und ärgerte sich über Schiedsrichter Oliver Drachta. "Ich habe ein Männerspiel erwartet, aber es hat oft wegen kleiner Vergehen ein Foul gegeben."
Der Austria-Betreuer sprach von einem ausgeglichenen Spiel. "Eigentlich hat es so ausgeschaut, als ob es auf ein 1:1 hinausläuft. Rapid hat aber extrem von Standardsituationen profitiert und dabei auch das nötige Glück gehabt", meinte Bjelica. Goalie Heinz Lindner haderte mit dem Verhalten seiner Mannschaft bei ruhenden Bällen. "Wir haben die Tore hergeschenkt. Diese Treffer waren allesamt zu verhindern."









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