Unigebäude statt Luxushotel: Im Februar 2023 wurde höchst offiziell der Grundstein für den neuen Mozarteumstandort im Kurgarten gelegt. Heute, Freitag, hat die Universität feierlich den neuen Gebäudetrakt eröffnet. In unmittelbarer Nachbarschaft zu Schloss Mirabell und Paracelsusbad.
Es gibt ausreichend Platz für Gesang, experimentelle Kunst und Proberäume – Salzburgs Universität Mozarteum hat jetzt auch offiziell einen neuen Standort. Festlich wurde heute, Freitag, das neue Gebäude namens UMAK (Universität Mozarteum am Kurgarten) eröffnet.
Rund 22,3 Millionen Euro flossen in den viergeschossigen, 17 Meter hohen modernen Bau inmitten des Parkareals. Finanziert wurde vor allem von Bund und Land. Die Universität Mozarteum finanziert 2,1 Mio. aus Eigenmitteln. Die Stadt Salzburg sowie der Bachchor Salzburg selbst finanzieren wiederum gemeinsam 1,1 Mio. Euro.
Baurecht für Uni anstatt Luxushotel
Die Stadt Salzburg stellt zudem das Baurecht für die Liegenschaft zur Verfügung. Das Mozarteum erhält für den Großteil der Vertragslaufzeit von 60 Jahren einen vergünstigten Zins. Die lange Zeit frei gebliebenen Fläche am ehemaligen Kurhaus-Areal war einer der letzten, begehrten Altstadt-Bauplätze. Wünsche und Ideen für eine Bebauung als Luxushotel oder Amtsgebäude der Stadt gab es viele. Geworden ist es schließlich ein Haus für Musik und Kunst.
In dem Bildungsbau, der aus der Feder des Architektenduos Berger/Parkkinnen stammt, ist bereits seit Uni-Semesterstart Hochbetrieb. Ganz im Gegensatz zum Schwestergebäude, dem modernen Paracelsusbad, das ebenfalls die Salzburger Architekten entworfen haben. Das sperrt nach einer Pannenserie erst wieder Mitte November auf.
„Der Neubau der Universität Mozarteum am Kurgarten ist für den Kultur-, Wissenschafts- und Innovationsstandort Salzburg von elementarer Bedeutung“, sagt Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) im Rahmen der Eröffnung. Mozarteum-Rektorin Elisabeth Gutjahr zeigt sich über ihr neues Haus ebenso erfreut. „Das neue UMAK bietet gebührenden Raum für Entwicklung und Erschließung der Künste, für Forschung, für Begegnung und Miteinander.“
Bachchor bekommt neue Heimat
Umgeben von hundertjährigen Platanen wirkt der Metallwürfel neben dem Schwestergebäude wie ein moderner Aufputz im Altstadtbereich. Den Spagat zwischen Klassik und Moderne will man auch mit der Nutzung des Gebäudes schaffen. Neben Klassik, soll ein Fokus auch auf experimenteller und elektronischer Musik liegen. So ergänzen sich die Studiengänge wie Gesangspädagogik und das hochmoderne X-Reality-Lab. Das Labor wird ab Frühjahr 2026 das digitale Herzstück des neuen Standorts der Uni sein
Einen wesentlichen Platz im UMAK bekommen auch der Bachchor sowie die Salzburger Chorakademie ein. Der Bachchor, einer der besten Chöre Österreichs, bekommt sowohl Büro- als auch Proberäumlichkeiten am Kurgarten. Nach jahrelanger Herbergssuche ist man beim Chor darüber höchst erfreut. Bis zu 100 Sänger finden im zentralen Proberaum, der mehr als sechs Meter Raumhöhe hat, künftigen einen fixen Platz.
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