Neue Umfrage

Pflegende Angehörige trotz Belastung optimistisch

Salzburg
09.10.2025 11:30

Belastungen in der Pflege steigen. Das Hilfswerk gab jetzt eine Umfrage mit 500 Teilnehmern in Auftrag. Das sind die Ergebnisse. Ziel: Die Hilfe für pflegende Angehörige soll weiter ausgebaut werden. 

Pflegende Angehörige schultern enorme Belastungen für ihre Familie. Der Alltag gleicht oft einem Hürdenlauf. Sie helfen bei der Körperpflege, sortieren Medikamente ein, begleiten zum Arzt, gehen einkaufen. Die Gruppe jener, die daheim Großartiges leisten, ist groß: Rund 21.000 Pflegegeldbezieher aus Salzburg werden von Angehörigen umsorgt.

In einer aktuellen Umfrage ließ das Hilfswerk auch die Art der Belastung erhoben. Mehr als ein Drittel sieht sich psychisch unter Druck. Knapp dahinter liegt die Stresssituation. 32,7 Prozent gaben an, unter Zeitmangel zu leiden. 14 Prozent stoßen auch an körperliche Grenzen. Weiters fordern die Vereinbarkeit mit dem Beruf, Finanzielles und Einsamkeit.

Art der Belastung

34,2 Prozent der Befragten gaben an, dass vor allem psychische Belastungen auf ihre persönliche Situation zutreffen. Knapp die Hälfte erbringt mehrmals täglich Pflegeleistungen. 

Beruhigend: Optimismus überwiegt noch
Fast die Hälfte glaubt dennoch daran, die Pflege noch länger leisten zu können. „Es droht noch keine Überlastung. Ohne die Angehörigen wäre das System aber vor einem Kollaps“, so Hilfswerk-Präsident Christian Struber. Wer übernimmt die Pflegerolle? In fast der Hälfte der Fälle sind es die Kinder, gefolgt vom Partner. Jeder zweite ist nebenbei berufstätig. In Dreiviertel der Betreuungssituationen lastet alles auf Frauen. Mehr als 40 Prozent sind froh über mobile Dienste. Jeder vierte Pflegebedürftige bezieht Pflegestufe 3. Der Pflegegrad wird steigen, so die Prognose.

Das Hilfswerk startet eine Offensive für noch mehr Unterstützung. Kurse für pflegende Angehörige werden intensiviert. Mehr betreutes Wohnen soll kommen. Und: „Ziel ist es, für rund zehn Prozent der Pflegegeldbezieher – das sind etwa 2600 Senioren – Tagesheimplätze anzubieten“, so Struber. 

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