Nach Druck aus EU

Malta ändert Regeln für Verkauf von Pässen

Ausland
30.01.2014 12:48
Nach Protesten im Europaparlament hat die Regierung Maltas die Bedingungen für den umstrittenen Verkauf der Staatsbürgerschaft des Landes an betuchte Interessenten geändert. Dies teilte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel nach Gesprächen mit Abgesandten des linken Regierungschefs Joseph Muscat mit.

Demnach reicht es nicht mehr aus, insgesamt 1,15 Millionen Euro für einen maltesischen Pass zu bezahlen, mit dem man sich frei und unkontrolliert in allen Staaten des Schengen-Raumes bewegen kann.

Der Pass wird zwar weiterhin für 650.000 Euro verkauft, wenn der zahlungskräftige Antragsteller auch Immobilien für 350.000 Euro und Aktien für 150.000 Euro kauft. Die Regierung rückte aber von der bisherigen Absicht ab, die Staatsbürgerschaft völlig unabhängig von einem vorherigen Aufenthalt auf Malta feilzubieten. Dies war in einer Entschließung des EU-Parlaments heftig kritisiert worden.

"Wirkliche Bindungen" an Malta als Voraussetzung
Die Regierungsbeauftragten versicherten jetzt in Brüssel, den Pass dürfe nur kaufen, wer zuvor mindestens ein Jahr lang auf Malta gewohnt habe. Es müssten "wirkliche Bindungen" an Malta bestehen. Die Kommission begrüßte diese Entscheidung.

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