"Lebensverändernd"
Internet-Hype um "Poesie-Rap" von junger Deutscher
Die Studentin und frühere Soap-Darstellerin ("Alles was zählt") beschreibt in ihrem Sprechgesang-ähnlichen Auftritt eindrücklich und an einen Popsong angelehnt, wie sie es verabsäumt, Vorhaben in die Tat umzusetzen ("Ich würd' gern so vieles tun, meine Liste ist so lang, aber ich werd' eh nie alles schaffen, also fang ich gar nicht an"). Sie appelliert dann unter anderem, dieses Verhalten zu ändern und "Geschichten, die wir später gern erzählen", zu schaffen.
"Kettenreaktion durch soziale Medien"
Obwohl bereits im Juli hochgeladen, erfuhr der ungewöhnliche Beitrag zu dem "Dichterwettstreit" vor allem in den letzten Wochen ein großes Echo in deutschen Medien. Die "Augsburger Allgemeine" etwa sieht einen "späten Hype" und ein Beispiel dafür, wie soziale Medien eine Kettenreaktion auslösen können. Die "Süddeutsche Zeitung" kürt Engelmann zur Sprecherin einer "Generation mutlos".
Bei so viel Aufmerksamkeit lässt auch Kritik nicht lange auf sich warten: Die Autorin Laura Nunziante stört zum Beispiel, dass es erst einen "mittelmäßigen Text aus Bielefeld" und eine Frau mit "mangelndem lyrischen Hintergrund" brauche, damit "eine ganze Generation eingesehen hat, dass das Leben viel zu kurz ist".
"Es hat uns alle umgehauen"
"Campus TV Bielefeld" und wohl auch Julia Engelmann selbst dürften solche Anfeindungen weniger stören - auf YouTube bedankte man sich zuletzt jedenfalls für die "unglaublich positive Resonanz" auf das Video. "Es hat uns alle umgehauen."












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