So, 18. November 2018

"Wie wilde Tiere"

21.01.2014 20:03

Flug verzögert: Passagiere "plünderten" Flieger

Weil eine Maschine der irischen Billig-Fluglinie Ryanair einen Flug von Marokko nach Paris zweimal unterbrechen musste, haben die Passagiere Medienberichten zufolge an Bord "rebelliert". Mit der Tatsache konfrontiert, die Nacht im 400 Kilometer von der französischen Hauptstadt entfernten Nantes verbringen zu müssen, hätten einige genervte Fluggäste den Flieger regelrecht geplündert. Die Airline versuchte am Dienstag den Vorfall herunterzuspielen.

Der Vorfall hatte sich bereits am 11. Jänner ereignet, wurde aber erst jetzt publik gemacht. Statt von Rabat in Marokko direkt nach Paris zu fliegen, musste die Boeing 737 gleich zweimal zwischenlanden, berichtete das französische Nachrichtenprotal "Metronews". Einmal in Madrid, damit ein erkrankter Fluggast medizinisch versorgt werden konnte, ein zweites Mal in Nantes. Denn wegen der Verspätung durfte die Maschine am Zielflughafen Paris-Beauvais-Tillé nicht mehr landen. Auf dem Airport gilt ein striktes Nachtflugverbot.

Als die Crew in Nantes alle 170 Passagiere bat, auszusteigen, verloren einige Fluggäste offenbar die Nerven. Sie sollten ihre Reise nach Paris erst am nächsten Morgen per Bus fortsetzen, waren zu diesem Zeitpunkt aber statt den geplanten zweieinhalb Stunden bereits sieben Stunden unterwegs.

Airport-Mitarbeiter: "Haben sich verhalten wie wilde Tiere!"
Um ihren Ärger Luft zu machen - und ihren Hunger zu stillen - hätten die Passagiere der Maschine daraufhin kurzerhand die Vorräte an Bord "geplündert". "Sie plünderten das Flugzeug, griffen nach Essen und Getränken - vor allem den alkoholischen – Zigaretten und Parfüm, alles was wertvoll war", schilderte ein Mitarbeiter des Flughafen in Nantes die Ereignisse nach der Zwischenlandung. "Die haben sich verhalten wie wilde Tiere!"

"Wir waren müde, an unsere Grenzen gekommen. Die Situation wurde ganz schlecht gemanagt. Es gab kein Essen, kein Trinken und keine Informationen", rechtfertigte sich einer der Passagiere gegenüber "Metronews". "Wir haben uns nur selbst geholfen!"

Ryanair dementiert: "Keine Meuterei"
Medienberichten zufolge hätten die wütenden Passagiere sogar die Crew der Ryanair-Maschine in "Geiselhaft" genommen, und den Weiterflug nach Paris gefordert. Dieser Darstellung widersprach die Billig-Airline allerdings, entsprechende Berichte seien "nicht korrekt". Eine Ryanair-Sprecherin erklärte am Dienstag in Dublin: "Es hat keine Meuterei gegeben." Die Passagiere hätten demnach eine Hotel-Übernachtung bezahlt bekommen und seien am nächsten Morgen per Bus nach Paris gebracht worden.

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