Mi, 19. Dezember 2018

4-Nationen-Turnier

04.01.2014 09:24

Handball-Team besiegt Deutschland 29:28

Österreichs Herren-Handball-Nationalteam ist am Freitag erfolgreich in das Vier-Nationen-Test-Turnier in Deutschland gestartet. Die ÖHB-Auswahl setzte sich in Dortmund gegen einen ersatzgeschwächten Gastgeber knapp mit 29:28 durch. Der EM-Teilnehmer ist damit aber nicht Gruppenerster, da der nächste Gegner Island im ersten Spiel Russland ebenfalls hauchdünn mit 35:34 besiegte.

Die ohne Markus Wagesreiter, Patrick Fölser, Richard Wöss und Damir Djukic angetretene Truppe von Teamchef Patrekur Johannesson startete im Angriff gut, allerdings passte die Abstimmung in der Deckung sowie das Rückzugsverhalten nicht ganz, das 10:10 nach einer Viertelstunde war daher wenig überraschend. Danach hatte die ÖHB-Mannschaft ihre wohl beste Phase, zog durch Tore des überragenden Vitas Ziura, Dominik Schmid, Robert Weber und Raul Santos auf 14:10 davon, bis zur Pause hieß es immer noch 17:14.

Zu Beginn der zweiten Hälfte schonte Johannesson Kapitän Viktor Szilagyi und zeitweise auch Ziura. Die DHB-Truppe kam zwar auf 21:23 heran, geriet in der Folge aber bis zur 53. Minute bereits wieder mit 22:27 deutlich in Rückstand. In der Schlussphase wurde es aber trotzdem noch einmal spannend, da sich die Österreicher noch einmal eine Schwächephase leisteten.

Spannendes Finish
Der Weltmeister von 2007 schaffte in Person von Groetzi 30 Sekunden vor dem Ende den Ausgleich zum 28:28, Schmid avancierte wenige Augenblicke vor der Schlusssirene aber doch noch zu einem Matchwinner. Der zweite war der starke Goalie Nikola Marinovic, der in der letzten Sekunde einen Siebenmeter von Uwe Gensheimer parierte, nachdem Raul Santos nach einem Foulspiel die Rote Karte gesehen hatte.

Johannesson: "Alle Aufgaben erfüllt"
"Es ist ein super Start in die EM-Vorbereitung, natürlich bin ich zufrieden. Wir haben jetzt einen breiteren Kader als noch vor eineinhalb Jahren, daher habe ich die Möglichkeit, mehrere Spieler einzusetzen. Alle haben heute ihre Aufgabe erfüllt, auch die jüngeren Spieler", war Johannesson zufrieden. Klarerweise sei nicht alles wunschgemäß verlaufen. "Es gibt immer Dinge, die noch nicht so gut funktionieren wie unser Rückzugsverhalten zu Beginn, aber daran werden wir arbeiten. Nikola hat super gehalten, das zeigt, dass die Spieler, denen man das Vertrauen schenkt, dieses auch mit herausragenden Leistungen rechtfertigen", ergänzte der ÖHB-Teamchef.

Für Österreich geht es nun im Duell der beiden Auftaktsieger am Samstag (15 Uhr) in Krefeld gegen Island weiter, am Sonntag (15.30) wartet zum Abschluss Russland. Bei der EM in Dänemark bekommen es die Johannesson-Schützlinge ab 12. Jänner in der Gruppenphase mit Tschechien, Gastgeber Dänemark und Mazedonien zu tun.

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