Trotz Erderwärmung

Auf Goldherbst folgte 35-Grad-Temperatusturz

Oberösterreich
28.11.2005 19:05
Beim Gedanken an die herrlichen 21 Grad von Mitte Oktober im ganzen Land wird einem warm ums Herz. Man kanns brauchen, denn auf den Goldherbst folgte trotz globaler Erderwärmung rasch tiefster Winter in Oberösterreich. Die Folge: ein Temperatursturz von 35 Grad in Freistadt innerhalb nur eines Monats.

„Heuer war der Übergang von warm auf kalt wirklich brutal. Ein massives Tiefdruckgebiet über Nord-West-Europa brachte uns sehr früh die kalten Temperaturen und den Schnee“, erklärt Alexander Ohms von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Salzburg.

Mitte Oktober wurden etwa in Freistadt als Höchstwert noch 21 Grad gemessen. Am 25. November dann der Kälterekord mit 14 Grad unter null. Nicht viel anders verhielt sich der Temperatursturz in Linz oder Gmunden. Mit Schnee hat uns Frau Holle im Vorjahr zwar um zehn Tage früher, aber dafür nicht so ausgiebig wie heuer versorgt.

Bald keine vier Jahreszeiten mehr?
„So winterlich war es im November seit etwa zehn Jahren nicht mehr“, sagt Meteorologe Ohms. Ob die Jahreszeiten verschwinden? Den typischen Frühling, Sommer, Herbst und Winter gebe es einfach nicht mehr. Trotz Erderwärmung seien extreme Kältewellen und Rekordschneemengen jederzeit möglich, so Ohms.

 

 

 

 

 

Foto: Sepp Pail

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