Gefährliche Altlasten

Angst vor Linzer Chemo-Keule

Oberösterreich
01.12.2005 00:10
„Das ist ein Hammer, der Angst macht“, erklärt ein Umweltexperte, warum beim Landhaus nach Perchlorethylen gebohrt wird: In Linz wird die sechste Altlast von Putzereien aufgespürt, die sechste Euromillion zum Reinigen verseuchten Erdreichs und Grundwassers ausgegeben. 25 solcher Bomben ticken noch in Oberösterreich.

„Putzereien und Spenglereien haben früher als fettlösende Reinigungsmittel gesundheitsgefährdende Tetrachlorethene verwendet, die auch durch Beton ins Grundwasser dringen“, warnt Mag. Hubert Reichl von der Landes-Umweltabteilung: Dutzende Verdachtsflächen müssten analysiert, sechs Linzer Altlasten saniert werden.

Die schlimmste im Gefahrenbereich der Trinkwasserwerke Heilham und Plesching, wo unter einer ehemaligen Putzerei und Spenglerei bereits seit zehn Jahren die Pumpen laufen und das Wasser filtern.

Beim Pro-Kaufland ist eine Altlast saniert
Dort auf Kosten der Linz AG, aber überall wären die Verursacher haftbar. Beim Pro-Kaufland ist eine Altlast saniert, vier weitere Urfahraner Verseuchungen werden ausgepumpt, und das einzige Giftfass auf der Linzer Seite wird jetzt mit fünf Bohrungen aufgespürt: Versickertes Perchlorethylen einer früheren Lederputzerei könnte mit den Grundwasserströmen von der Klammstraße bis zum Landhaus gelangt sein.

Dort wird bald wieder gebohrt, weil im neuen Jahr die Tiefgarage im Promenadenpark gebaut wird.

 

 

 

 

Foto: Chris Koller

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