Falschaussage

Verfahren gegen “Luxus-Bischof” eingestellt

Ausland
02.01.2014 16:19
Das Strafverfahren gegen den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst wegen eidesstattlicher Falschaussage ist endgültig eingestellt worden. Nach der Überweisung von 20.000 Euro wurde das Verfahren gegen den Bischof beendet, wie eine Justizsprecherin am Donnerstag in Hamburg mitteilte.

In dem Verfahren ging es um Äußerungen des umstrittenen Bischofs zu einem Erste-Klasse-Flug nach Indien. Die Staatsanwaltschaft hatte dem Bischof vorgeworfen, in zwei Zivilverfahren vor dem Hamburger Landgericht im Zusammenhang mit dem Flug falsche Angaben an Eides statt gemacht zu haben. Dabei ging es um eine presserechtliche Auseinandersetzung zwischen dem Kirchenmann und dem deutschen Nachrichtenmagazin "Spiegel".

Tebartz-van Elst war im vergangenen Herbst heftig in die Kritik geraten. Grund waren vor allem die hohen Baukosten für den neuen Limburger Bischofssitz in Höhe von mindestens 31 Millionen Euro. Der Papst entband Tebartz-van Elst vorerst von der Führung der Amtsgeschäfte.

Staatsanwalt prüft Anzeigen wegen Untreue
Es ist weiterhin unklar, ob die Staatsanwaltschaft von Limburg wegen Untreue gegen Tebartz-van Elst und andere Würdenträger Ermittlungen einleiten wird. Der Justiz liegen mehrere Anzeigen in dieser Causa vor. Die enorm gestiegenen Baukosten werden zudem von einer Prüfungskommission der Deutschen Bischofskonferenz untersucht.

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