Mi, 15. August 2018

Besuchte Verletzte

01.01.2014 12:52

Putin: "Bekämpfen Terroristen bis zur Vernichtung"

Russlands Präsident Wladimir Putin hat am Neujahrstag Überlebende der Anschläge von Wolgograd im Krankenhaus besucht. Außerdem legte er am Mittwoch in der Stadt am Rande des Nordkaukasus rote Rosen an der Stelle nieder, an der zwei Tage zuvor eine Bombe einen Linienbus zerfetzt hatte, teilte der Kreml mit. In seiner Neujahrsansprache hatte zuvor Putin einen entschiedenen und unnachgiebigen "Kampf gegen Terroristen bis zu deren vollständiger Vernichtung" angekündigt.

"Wir werden alle Betroffenen dieser unmenschlichen Akte unterstützen und alles wieder aufbauen", kündigte Putin in seiner Neujahresrede, die im staatlichen Fernsehen ausgestrahlt wurde, an. Es waren die ersten öffentlichen Äußerungen des Präsidenten zu den zwei Anschlägen in der südrussischen Stadt Wolgograd mit mindestens 34 Toten und Dutzenden Verletzten.

Am Neujahrstag besuchte der Präsident die Überlebenden des Attentats und legte Rosen an den Tatorten nieder (Kleines Bild). "Wir werden alles tun, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten", sagte Putin. Es gebe keine Rechtfertigung für die "scheußlichen Verbrechen". Im Krankenhaus besuchte der Staatschef auch den schwer verletzten Fahrer des von einer Bombe völlig zerfetzten Linienbusses. Einer älteren Frau sprach er Mut zu. "Wir Wolgograder lassen uns nicht so einfach unterkriegen", antwortete die Frau und erinnerte an die blutige Schlacht in der Stadt im Zweiten Weltkrieg.

Vizeregierungschefin Olga Golodez sagte, zwei verletzte Mädchen müssten in ein Spezialkrankenhaus nach Moskau geflogen werden. "Die neunjährige Olga erlitt durch Metallsplitter schwere Verwundungen, und die dreimonatige Wika liegt im Koma - wir kämpfen um ihr Leben", sagte Golodez.

Putin schwört Russen auf Olympia ein
Trotz der Anschläge appellierte der russische Machthaber zu Beginn des neuen Jahres an seine Landsleute, sich auf die Olympischen Spiele zu freuen. Russland sei immer dann stark gewesen, wenn seine Menschen zusammengehalten hätten, so Putin. Bei einem Treffen in Wolgograd befahl er den Chefs des Inlandsgeheimdiensts FSB und des Innenministeriums, die Sicherheit in der Stadt rund 1000 Kilometer südlich von Moskau zu verstärken. "Sagen Sie mir, welche Maßnahmen sie ergreifen", forderte er den FSB-Chef Alexander Bortnikow auf. Das Staatsfernsehen zeigte Bilder des Treffens.

Bekannt hat sich zu den Anschlägen bisher nach wie vor niemand. Im Verdacht stehen allerdings islamistische Rebellen, die damit gedroht haben, mit allen Mitteln die im Februar anstehenden Olympischen Winterspiele im etwa 700 Kilometer entfernten Sotschi verhindern zu wollen.

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