26.12.2013 15:58 |

Organisation warnt:

Zerstörung von Syriens C-Waffen "abenteuerlich"

Die französische Umweltorganisation Robin de Bois hat eindringlich vor der geplanten Vernichtung syrischer Chemiewaffen auf dem US-Spezialschiff "MV Cape Ray" (Bild) gewarnt. Es handle sich um eine "abenteuerliche Operation" mit "zahlreichen Risiken für Besatzung, Techniker und Umwelt", teilte die Organisation am Donnerstag in Paris mit.
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Schiffe von der Bauart wie der 200 Meter lange Frachter hätten demnach keine quer angelegten Trennwände, weswegen sich Feuer oder eintretendes Wasser schnell ausbreiten könnten. Im Unglücksfall würden solche Schiffe "innerhalb weniger Minuten Schlagseite bekommen und schnell mit ihrer Ladung sinken", so Robin de Bois.

Unzureichende Umrüstung?
Die seit einigen Wochen laufende Umrüstung der "MV Cape Ray" würde nicht ausreichen, um eine "ausreichende Schwimmfähigkeit bei einer schweren Havarie zu garantieren". Auch sei das Schiff bereits 36 Jahre alt, andere Schiffe dieser Art würden im Schnitt nach 30 Jahren aus dem Verkehr gezogen.

Laut einem Plan der Organisation für das Verbot für Chemiewaffen sollen die gefährlichsten Kampfstoffe des syrischen Chemiewaffenarsenals auf die "MV Cape Ray" verladen werden. Dort sollen sie dann in zwei Spezialanlagen in ihre Bestandteile gespalten werden.

Die Anlagen seien jedoch "für den Gebrauch an Land konzipiert" worden, so Robin de Bois. Nun sollten sie erstmals auf einem Schiff eingesetzt werden. Doch niemand könne Stürme ausschließen, welche die Sicherheit der Aktion gefährden würden.

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