Ernte beginnt

Steirische Bauern: „War kein gutes Kürbisjahr“

Steiermark
17.08.2025 08:00

In der Steiermark steht die Ölkürbis-Ernte vor der Tür. Viele Landwirte rechnen heuer wegen langer Trockenperioden mit deutlich weniger Ertrag. Die Qualität sollte aber stimmen, wie ein Rundruf zeigt.   

Der steirische Ölkürbis ist die Diva unter den heimischen Ackerkulturen, er gilt als anspruchsvoll und empfindlich. Während viele steirische Kürbisäcker in den vergangenen beiden Jahren sprichwörtlich „abgesoffen“ sind, war heuer das Gegenteil ein Problem, vor allem im Frühsommer.

„Bei uns hat es im ganzen Juni so gut wie nicht geregnet. Die Pflanzen haben viele Blüten abgeworfen“, erzählt Kürbisbauer Alois Schantl aus dem südsteirischen Weitersfeld an der Mur. „Es war eher ein schlechtes Kürbisjahr, ich rechne mit einer deutlich unterdurchschnittlichen Ernte.“ Aber immerhin: „Es sind zwar weniger und kleinere Kürbisse, aber die Kerne schauen soweit sehr schön aus“, so Schantl.

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Ich traue mich noch nicht zu viel vorauszusagen, aber die durchschnittliche Menge von 700 Kilo Kernen pro Hektar, wie im letzten Jahr, werden wir heuer wohl nicht haben.

Franz Labugger, Gemeinschaft Steirisches Kürbiskernöl

Trockenheit bei Schotterböden problematisch
Von der Trockenheit besonders betroffen waren die Süd- und Weststeiermark. „Es gibt Gegenden, wo es halbwegs gut aussieht, bei uns im Süden ist es teilweise aber ganz schlecht“, sagt Franz Labugger, der Obmann der Gemeinschaft steirisches Kürbiskernöl. Problematisch sei es vor allem auf leichten Schotterböden, die kaum Wasser speichern können. „Das sieht man in der Gegend auch beim Mais, der ist teilweise sehr kümmerlich“, so Labugger.

Fakten

In der Steiermark wurden heuer auf 9030 Hektar Ölkürbisse angebaut (vorläufiges Ergebnis laut Statistik Austria). Österreichweit sind es rund 35.500 Hektar.  

Doch auch in der Oststeiermark, wo die Trockenheit nicht so drastisch ausgefallen ist, hält sich der Optimismus in Grenzen: „Die Früchte sind eher klein, und ich habe massiv mit Ambrosia (eingeschlepptes Unkraut, Anm.) am Acker zu kämpfen“, sagt etwa Kürbisbauer Hannes Papst aus Loipersdorf. „Bei uns ist es zwar etwas besser als im Süden, aber ein ,Überjahr‘ wird’s auch nicht werden. Die Kürbisse sind relativ klein“, sagt Landwirtin Elisabeth Jöstl aus Schildbach bei Hartberg.

Die ersten Bauern beginnen bereits an diesem Wochenende mit der Ernte, in den nächsten zwei, drei Wochen werden die meisten folgen.

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