Sa, 18. August 2018

Drama in Portugal

16.12.2013 13:45

Riesenwelle: Kaum noch Hoffnung für fünf Vermisste

Sieben junge Leute sind in Portugal in der Nacht auf Sonntag von einer Riesenwelle ins Meer gerissen worden. Nur ein Mitglied der Gruppe konnte an Land schwimmen und die Rettungsdienste alarmieren. Ein Student wurde nach dem Unglück südlich von Lissabon tot aus dem Atlantik geborgen. Kaum noch Hoffnung gab es am Montag für die fünf Vermissten, eine groß angelegte Suchaktion blieb bislang ohne Erfolg.

Die Bergungsmannschaften setzten die Suche nach den fünf Studenten zwar auch am Montag fort, nach Angaben der Lokalbehörden wurden von den vier Frauen und dem Mann bislang allerdings keine Spuren entdeckt. Wegen der Strömungen im Atlantik war die Suche zuletzt um mehrere Kilometer weiter nach Süden ausgedehnt worden. Die Rettungsdienste bauten am Strand ein Zelt auf, in dem die Angehörigen der Vermissten von Psychologen betreut wurden.

Bei der Gruppe handelte sich nach Angaben der Lokalbehörden um Studenten im Alter zwischen 21 und 25 Jahren aus Lissabon. Die jungen Leute - vier Frauen und drei Männer - hatten sich für einen Wochenendausflug ein Haus im nahe gelegenen Dorf Alfarim gemietet. Sie setzten sich in der Nacht auf Sonntag in der Ortschaft Meco an den Strand und wurden dort von einer Woge erfasst. Die Wellen waren zur Zeit des Unglücks etwa vier Meter hoch.

Hubschrauber und mehrere Schiffe im Einsatz
Ein junger Mann konnte an Land schwimmen und die Rettungsdienste alarmieren. Ein zweiter Student wurde später tot aus dem Meer geborgen. Bei der Suche nach den fünf Vermissten standen auch ein Hubschrauber und mehrere Schiffe im Einsatz.

Die Verantwortlichen der Lokalbehörden erinnerten daran, dass der Atlantik in dieser Gegend erhebliche Gefahren berge. "Während der Badesaison müssen wir häufig die rote Flagge hissen", sagte der Bürgermeister der nahe gelegenen Ortschaft Sesimbra, Augusto Polvora. "Aber ein Unglück dieser Art hat es hier noch nie gegeben."

Francisco Luis, der für den Zivilschutz zuständige Stadtrat von Setubal, berichtete der Nachrichtenagentur Lusa: "Das Meer scheint manchmal mehrere Minuten lang völlig ruhig zu sein, aber dann treten plötzlich drei oder vier riesige Wellen auf und überraschen die Leute am Strand."

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