Mo, 20. August 2018

23-Stunden-OP

13.12.2013 12:06

Von Tumoren gequälte Polin erhielt neues Gesicht

Eine 26-jährige Polin hat die erst zweite vollständige Gesichtstransplantation des Landes erhalten. Wie die Ärzte bekannt gegeben haben, konnte die Frau wegen gewaltiger Tumore kaum noch sprechen, kauen und schlucken. Ihr wurde in einer 23-stündigen Operation 80 Prozent neue Haut verpflanzt.

Die 26-Jährige, die nur als Joanna identifiziert wurde, leidet an Neurofibromatose. Es handelt sich dabei um verschiedene Arten von Erbkrankheiten, die Nerventumore hervorrufen - in Joannas Fall im gesamten Gesicht.

Im letzten Jahr habe sich ihre Krankheit rapide verschlechtert, berichteten ihre Eltern bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. Joanna hatte bereits 35 plastische Operationen in anderen Krankenhäusern hinter sich, bevor ihr letzte Woche unter Leitung von Adam Maciejewski im Krebszentrum von Gliwice ein neues Gesicht transplantiert wurde. Der Zustand der 26-Jährigen ist laut Krankenhaus ernst, aber stabil.

Die Tumore sollten nicht zurückkehren, so die Mediziner, da das neue Gewebe naturgemäß andere Gene beinhaltet. Weitere mit Neurofibromatose zusammenhängende Probleme wie Gehör- und Sehschäden oder Lernbehinderungen könnten mit der Gesichtstransplantation aber nicht behoben werden.

Maciejewski und seine Kollegen hatten im März 2013 bereits Polens erste Gesichtstransplantation durchgeführt: Einem Mann war bei einem Arbeitsunfall das Gesicht heruntergerissen worden, Nase, Oberkiefer und Wangen mussten neu aufgebaut werden. Die 27-stündige Operation verlief laut Spital gut, der Mann konnte bereits Ende Juli entlassen werden.

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