Mi, 15. August 2018

Hollande-Visite

10.12.2013 14:54

Zentralafrika: Zwei französische Soldaten getötet

Der französische Präsident Francois Hollande hat den zuvor von Medien kolportierten Tod zweier französischer Fallschirmjäger in der Zentralafrikanischen Republik am Dienstag offiziell bestätigt. Die Soldaten seien in der Nacht in der Hauptstadt Bangui "im Kampf" getötet worden, hieß es in einer Erklärung des Elysee-Palastes. Hollande sprach den Familien der Betroffenen sein Beileid aus.

Nach Angaben des Präsidenten der französischen Nationalversammlung, Claude Bartolone, wurden die Soldaten während einer Patrouille nahe des Flughafens von Bangui in ein Feuergefecht verwickelt. Die beiden Fallschirmjäger wurden dabei schwer verletzt. Sie wurden umgehend in ein Lazarett gebracht, konnten aber nicht mehr gerettet werden.

"Sie haben ihr Leben gegeben, um zahlreiche andere zu retten", hieß es in der Erklärung des Elysee-Palastes. Der Staatschef drückte seinen tiefen Respekt für die beiden Soldaten aus und betonte einmal mehr sein tiefes Vertrauen in die französischen Truppen.

Operation zur Entwaffnung der Aufständischen
Frankreich hatte Ende vergangener Woche nach dem grünen Licht des UN-Sicherheitsrates den Militäreinsatz "Sangaris" in der Zentralafrikanischen Republik begonnen. Rund 1.600 französische Soldaten sind in dem Land im Einsatz, um an der Seite von derzeit 2.500 Soldaten der Afrikanischen Union der Gewalt in dem Krisenstaat ein Ende zu setzen.

Die französische Armee begann am Montag mit der Entwaffnung der Milizen. Dabei geht es vor allem um frühere Angehörige des inzwischen aufgelösten, mehrheitlich muslimischen Rebellenbündnisses Seleka. Die Lage war am Dienstag weitgehend ruhig, allerdings befürchten Ex-Seleka-Kämpfer nun blutige Racheakte gegen sie und ihre Familien.

Chaos und Gewalt seit Sturz des Präsidenten
In Zentralafrika herrschen Chaos und Gewalt, seit das Rebellenbündnis Seleka im März Staatschef Francois Bozize stürzte. Der Chef der Aufständischen, Michel Djotodia, wurde Übergangspräsident und löste Seleka auf, die Gewalt hielt aber an. Zuletzt entwickelten sich die Kämpfe immer mehr zu einem interkonfessionellen Konflikt. Der Großteil der Seleka-Rebellen sind Muslime, während 80 Prozent der Bevölkerung der Zentralafrikanischen Republik Christen sind.

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