Weil er sich offenbar beweisen und wieder einmal etwas erleben wollte, zündete ein 22-jähriger Tiroler im Vorjahr ein Holzhäuschen an. Der Brand konnte relativ rasch gelöscht werden. Vor Gericht bekam der junge Mann nun aber die Rechnung für seine Tat präsentiert.
„Mir war langweilig und ich wollte wieder einmal einen Löscheinsatz erleben“, erklärte der 22-Jährige in Innsbruck vor Gericht. Ende Oktober machte sich der passionierte Feuerwehrmann im knapp 1200-Seelen-Ort Erpfendorf (Bezirk Kitzbühel) nach ein paar Bier mit drei Grillanzündern auf den Weg zu einem Holzhäuschen in unmittelbarer Nachbarschaft.
Eigentlich wollte ich keinen so großen Schaden anrichten.
Der Angeklagte vor Gericht
Löschversuch mit Eimer Wasser
Die leerstehende Hütte ging aber nicht wie gewünscht in Flammen auf. Mit einem Benzingemisch half der junge Mann daraufhin nach. „Die Stichflamme hat mich dann aber überrascht. Eigentlich wollte ich keinen so großen Schaden anrichten“, meinte der Angeklagte. Mit einem kleinen Eimer Wasser versuchte er den Brand zu löschen und half schließlich auch seinen Kameraden.
Milde Strafe, aber hohe Kosten
Für das Gericht war dies ein Rücktritt von der versuchten Brandstiftung. Der Hilfsarbeiter kam für schwere Sachbeschädigung mit fünf Monaten bedingter Haft und 720 Euro Geldstrafe davon, muss aber den Schaden von 20.000 Euro gut machen und zur Psychotherapie.
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