In „Arthur & Claire“ findet ein ungleiches Paar aktuell im Theo Oberzeiring wieder zurück ins Leben. Eine sommerliche Komödie, deren Humor sich oft auch nah am Abgrund bewegt.
Der Beginn deutet eigentlich eher auf Drama als auf Komik hin: Während Arthur, ein verbitterter Lehrer, mit einem Château Lafite an seinem Abschiedsbrief schreiben will, dröhnt aus dem Nebenzimmer des Amsterdamer Hotels Jim Morrison. So trifft der an Lungenkrebs erkrankte Mittfünfziger auf Claire, eine junge Mutter, die Mann und Kind verloren hat und ebenso Suizid begehen will. Und irgendwann können sich die beiden nicht mehr voneinander und auch nicht vom eigenen Leben trennen.
Werner Halbedl und Julia Faßhuber werden in Peter Faßhubers Inszenierung von „Arthur & Claire“ zu einem Liebespaar – eine Handlung, die offensichtlich von einem Mann geschrieben wurde. Julia Faßhuber changiert zwischen forsch, liebreizend und verzweifelt und tanzt ihm in Unterwäsche auf der Nase herum. Es sind die besten Momente des Abends, wenn sich Halbedl voll auf seine vor Klischees nur so triefende Rolle einlässt und sich von Julia Faßhuber das Ego schmeicheln lässt. Das Duo entwickelt mehr und mehr Dynamik.
Menschlich und abgründig
In ihrer Abgründigkeit ist die 2017 mit Josef Hader verfilmte Komödie von Stefan Vögel überraschend menschlich, im Theo ist sie in gewohnter hoher Qualität kurz, knackig und voller Humor inszeniert.
Weitere Termine: 26. Juli, 1./5./8./9.8., 5./7.9., je 20 Uhr.
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