02.12.2013 09:28 |

Erdorbit verlassen

Indische Sonde "Mangalyaan" nimmt Kurs auf Mars

Indiens erste Marssonde "Mangalyaan" hat am Sonntag die Erdumlaufbahn verlassen und ihren 680 Millionen Kilometer langen Weg zum Roten Planeten angetreten. Ein Triebwerk sei für 24 Minuten gezündet worden, um das unbemannte Raumfahrzeug auf die richtige Flugbahn zu bringen, erklärte ein Sprecher der indischen Weltraumforschungsorganisation ISRO.
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In knapp zehn Monaten soll die am 5. November gestartete Sonde den Roten Planeten erreichen und ihn dann ab dem 24. September umkreisen. Aufgabe von "Mangalyaan" (Hindi für "Marsfahrzeug") ist es, die Atmosphäre und die Oberfläche des Planeten zu studieren.

Es ist das erste Mal, dass Indien eine Sonde in den interplanetarischen Raum schickt - die Mondmission 2008 war erfolgreich. Bisher haben nur die USA, die damalige UdSSR und die Europäische Union den Mars erreicht.

Suche nach Spuren von Leben

Zu den wissenschaftlichen Instrumenten an Bord von "Mangalyaan" gehören u.a. eine Farbkamera, die aus unterschiedlichen Winkeln Aufnahmen von der Marsoberfläche machen wird, und ein Gerät zur Messung atomaren Wasserstoffs in der Atmosphäre des Roten Planeten.

Ausgestattet ist "Mangalyaan" zudem mit einer Methansonde, die das Vorhandensein des Edelgases erkunden soll, sowie einem Infrarot-Spektrometer, das - basierend auf der vom Mars ausgesendeten Wärmestrahlung - Daten über Struktur und Zusammensetzung der seiner Oberfläche zu sammeln soll.

Kritik an 54 Millionen Euro teurer Mission
Die Mission ist mit umgerechnet 54 Millionen Euro vergleichsweise günstig. Kritiker meinen allerdings, das Schwellenland solle sich zunächst um Armut und Hunger im Land kümmern. Indien will sich mit der Mission unter anderem als zuverlässiger Partner für den Transport von Satelliten darstellen. Die Regierung spricht auch davon, so die Jugend zu großen Taten motivieren zu wollen.

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