Probleme im All

Japanische Sonde ins Trudeln geraten

Wissenschaft
30.11.2005 20:19
Die japanische Raumsonde Hayabusa, deren Aufgabe es war, auf einem rund 290 Millionen Kilometer von der Erde entfernten Asteroiden Gesteinsproben zu entnehmen, hat massive Probleme. Nachdem Hayabusa seine Mission (vermutlich) erfüllte ist sie ins Trudeln geraten und lässt sich nicht mehr richtig lenken, teilte die japanische Raumfahrtbehörde Jaxa am Nittwoch mit. Der Grund dafür seien defekte Steuerdüsen.

Ob die Mission der angeschlagenen Hayabusa wirklich ein Erfolg war, wird die Raumfahrtagentur jedoch erst nach der für 2007 geplanten Rückkehr der Sonde wissen. Derzeit ist es aber nicht einmal sicher, ob die Probleme mit der Steuerung unter Kontrolle gebracht werden können.

Wissenschaftler optimistisch
Die japanischen Wissenschaftler sind jedoch optimistisch, da sie bestätigen konnten, dass die Sonde eine kleine Metallkugel von rund einem Zentimeter Durchmesser auf die Oberfläche des Asteroiden schießen konnte. Durch den Aufprall sollte der Boden gelockert und die auffliegenden Teilchen mit einem Spezialgerät von der Sonde aufgenommen werden.

Seit 2003 auf der Reise
Die japanische Sonde war am vergangenen Sonntag bereits erstmals erfolgreich auf dem Asteroiden Itokawa gelandet. Doch war es nicht gelungen, die Ausrüstung für die Bodenentnahme auszusetzen. Die Hayabusa war 2003 auf die Reise geschickt worden.

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