Erst eine Unterredung von Kapitän Kaka (Bild) mit den Ultra-Anführern - der Brasilianer wurde unter Polizeischutz zu den Fans geleitet - entschärfte die Situation und machte für die Spieler den Weg frei, um ins Mannschaftsquartier zurückzukehren. Der harte Fan-Kern hatte seinen Ärger über den miserablen Saisonstart während der Partie mittels Transparenten kundgetan.
Hauptadressat war Klub-Boss Silvio Berlusconi, dem vorgeworfen wird, nicht mehr genügend Geld zur Verfügung zu stellen und den Verein mit einer Finanzpolitik der Enthaltsamkeit in die sportliche Krise geführt zu haben. Aber auch Mannschaft und Trainer Massimiliano Allegri bekamen Unfreundliches zu hören und zu lesen. "Wir erwarten euch nach dem Spiel vor dem Ausgang", ließen die Ultras bereits während des Spiels verlautbaren.
Mailänder seit sieben Pflichtspielen ohne Erfolg
Bereits seit sieben Pflichtspielen läuft Milan einem Sieg hinterher. Nach dem 1:1 gegen fast eine Stunde lang dezimierte Genueser (siehe Infobox) steht die Mannschaft mit 14 Punkten nach 13 Runden in der Serie A so schlecht da wie seit der Abstiegssaison 1981/82 nicht mehr. Trainer Allegri beklagte danach mangelnde Effizienz. So vergab Mario Balotelli vom Elfmeterpunkt. "Wir hatten viele Möglichkeiten. Der Gegner hat hingegen mit dem einzigen Torschuss getroffen", meinte Allegri.
Für den 46-jährigen Coach brachte das enttäuschende Resultat vorerst keine Konsequenzen. Allegri wird die Mannschaft auch am Dienstag in der Champions League bei Celtic Glasgow betreuen. In Schottland könnte Milan einen Schritt aus der Krise tun und mit einem Sieg die Tür zum Achtelfinale weit aufstoßen.









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