Blutiger Samstag

Dutzende Tote nach Luftangriffen auf Aleppo

Ausland
23.11.2013 13:47
Bei Bombenangriffen der syrischen Luftwaffe auf die Millionenstadt Aleppo sind nach Angaben von Aktivisten Samstagmittag mindestens 29 Menschen getötet worden. Dutzende weitere wurden verletzt, erklärte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Am Vormittag war bei einem Attentat auf einen syrischen Minister dessen Fahrer ums Leben gekommen.

Mindestens 14 Menschen seien am Samstag im Viertel Tarik al-Bab im Osten der Wirtschaftsmetropole ums Leben gekommen, so die Beobachtungsstelle. Weitere 15 Menschen wurden demnach bei insgesamt vier Luftangriffen im nahen Umkreis von Aleppo getötet.

Syrische Aktivisten veröffentlichten Videos im Internet, die chaotische Szenen in Tarik al-Bab zeigen. Dutzende Menschen durchsuchten die Trümmer eines teilweise eingestürzten Gebäudes nach Überlebenden. Anrainer versuchten, ein brennendes Fahrzeug zu löschen. Außerdem teilte die Beobachtungsstelle mit, dass mindestens fünf Soldaten von Rebellen in einen Hinterhalt gelockt und getötet worden seien.

Chauffeur stirbt bei Attentat auf Minister
Schon wenige Stunden vor der blutigen Eskalation in und um Aleppo war es in Syrien zu einer offenbar politisch motivierten Bluttat gekommen: Unbekannte eröffneten in der Nähe der Küstenstadt Tartus das Feuer auf das Fahrzeug des Ministers für nationale Versöhnung, Ali Haidar. Dabei kam der Fahrer ums Leben, Haidar selbst blieb unverletzt.

Haidar entstammt einer linken Oppositionspartei, die mit dem Regime von Bashar al-Assad kooperiert. Assad hatte ihn im Juni 2012 zum Minister für nationale Versöhnung ernannt. Haidars Sohn war im selben Jahr in der Provinz Homs von mutmaßlichen Regimegegnern getötet worden.

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