Die junge Frau aus Wien ist entfernt mit dem Beschuldigten verwandt. "Unsere Familien waren einst gut befreundet. So hat er öfters bei uns übernachtet, die Situation ausgenutzt und mich sexuell belästigt", erzählt die heute Erwachsene. "Die Erlebnisse von damals verfolgen mich noch immer bis in meine Träume, überhaupt in der letzten Zeit."
Opfer: "Er musste nur in eine Therapie"
Die Frau erinnert sich auch an ein gerichtliches Verfahren gegen den Täter Ende der 1990er-Jahre: "Wir waren drei Mädchen, die unter sexuellen Übergriffen des Mannes litten. Da er aber selbst vor dem Gesetz noch als Jugendlicher galt, musste er nur in eine Therapie."
Der 33-Jährige sitzt - wie berichtet - seit Anfang der Woche in U-Haft, weil er seine Stieftochter geschwängert haben soll. Bekannt wurde der Fall erst, als die Zwölfjährige vor Kurzem das Baby gebar. Wegen eines früheren Delikts muss sich der Mann am Freitag vor dem Oberlandesgerichtshof verantworten.
Mutter beteuert, nichts gewusst zu haben
Unterdessen hat sich auch die Mutter des zwölfjährigen Missbrauchsopfers zu Wort gemeldet. "Ich habe geglaubt, dass das normal ist, wie sie gebaut ist. Vielleicht war es auch die Pubertät", erklärte sie in einem Interview gegenüber dem deutschen TV-Sender RTL - und beteuerte, von all den schrecklichen Vorgängen nichts gewusst zu haben.
Für sie sei "eine Welt zusammengebrochen", als sie ihre Tochter nach der Hausgeburt ins Spital gebracht habe, sagte die Burgenländerin unter Tränen. "Es ist trostlos ohne sie." Die Oma will Tochter und Enkerl zurück, sich um die beiden kümmern.










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