Syrisches Arsenal
USA wollen C-Waffen auf hoher See vernichten
Prinzipiell hat Syrien die Vorgabe, sein Chemie-Arsenal bis Mitte 2014 komplett zu zerstören. Bis 31. Oktober konnten zwar alle C-Waffen unter Kontrolle der OPCW gebracht werden, die Vernichtung der rund 1.000 Tonnen tödlicher Kampfstoffe stellt aber ein weit größeres Problem dar.
Albanien lehnt Vernichtung der C-Waffen ab
Zuletzt hatte am Freitag Albanien abgelehnt, die chemischen Waffen auf seinem Territorium unschädlich machen zu lassen. Das Land war ins Gespräch gekommen, weil es 2007 seine C-Waffenbestände aus früheren, kommunistischen Zeiten zerstört hatte, und dadurch über große Erfahrung auf diesem Gebiet verfügt. Auch andere Länder - wie etwa Norwegen - hatten nach längeren Beratungen abgesagt, aber grundsätzlich finanzielle und logistische Hilfe angeboten.
Nun überlegen die USA offenbar, die Kampfstoffe in internationalem Gewässer zu zerstören. Dies hätte vor allem den Vorteil, dass keine Zustimmung von irgendeinem Land eingeholt werden müsste, könnte aber Umweltaktivisten auf den Plan rufen. Experten beruhigten gegenüber der "New York Times" allerdings, dass mit den nun vorgeschlagenen Verfahren auch Umweltbedenken berücksichtigt würden.
Zwei Verfahren in engerer Auswahl
Einerseits könnten die beschlagnahmten Kampfmittel in fünf speziellen Verbrennungsanlagen vernichtet oder aber durch das vom Pentagon entwickelte Field Deployable Hydrolisis System auf hoher See unschädlich gemacht werden. Beide Systeme würden rund 75 Tage Vorlaufzeit brauchen.
USA und Japan sind erfahrene "C-Waffen-Zerstörer"
Sowohl die USA als auch Japan haben auf diese Weise bereits C-Waffen beseitigt: Die USA in den 1990er-Jahren auf einem Pazifik-Atoll und Japan 2004 bis 2006 vor dem Hafen Kanda. Allerdings sei dies noch nie in einem solchen Umfang geschehen, wie es bei den syrischen Waffen nötig wäre, hieß es. Nach Angaben der Experten gibt es in Syrien rund 1.300 Tonnen Giftstoffe für Waffen oder deren Vorprodukte.












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