19.11.2013 12:16 |

Hohe Ziele

Krammer will mit Rapid unter die Top 50 in Europa

Rapid hat seit Montagabend mit Michael Krammer einen neuen Präsidenten. Der 53-Jährige erhielt auf der Hauptversammlung der Hütteldorfer 92,21 Prozent der Stimmen und wurde damit zum Nachfolger des nach mehr als zwölf Jahren scheidenden Rudolf Edlinger gewählt. Die Latte hat sich Krammer hoch gelegt, denn er will Rapid unter die 50 besten Mannschaften Europas führen, in zehn Jahren drei Meistertitel holen, 10.000 neue Klubmitglieder gewinnen und in Hütteldorf ein neues Stadion bauen lassen.

"Es sind ambitionierte Ziele, die wir anstreben, und es mag sein, dass man sich mit der öffentlichen Zielsetzung auch angreifbar macht. Mir ist es aber wichtig, dass jeder in und um den Verein diese Ziele kennt, denn nur dann können wir auch gemeinsam alles dafür tun, um sie zu erreichen", sagte Krammer.

Rapid soll unter die Top 50 Europas
Aus sportlicher Sicht soll bis 2019 der Sprung unter die Top 50 Europas geschafft werden. "Rapid wird da 120 Jahre alt, und wir haben sechs Jahre Zeit bis dahin. Wir haben viele Ideen für die Zukunft, die nicht in ein, zwei Jahren machbar sind", erklärte Krammer, dessen Team momentan in der UEFA-Rangliste auf Platz 105 liegt.

Ab sofort gilt das Ziel, sich jedes Jahr für eine europäische Gruppenphase zu qualifizieren. Das ist in den vergangenen fünf Saisonen viermal gelungen. Zudem sollen in den nächsten zehn Jahren drei nationale Titel her. "Auch mit einem Cupsieg qualifiziert man sich für einen internationalen Bewerb", so Krammer.

Anbieterverfahren für neues Stadion läuft
Ein weiteres Hauptanliegen des Neo-Präsidenten ist die Errichtung eines neuen Stadions. "Dieses Präsidium wird alles geben für den Standort Hütteldorf. Das Anbieterverfahren läuft, das Stadion soll auch eine Attraktion in Wien sein", meinte Krammer. Möglichst rasch soll ein Businessplan erstellt werden, eine Entscheidung soll bereits im Frühjahr 2014 fallen.

Viel vorgenommen hat sich Krammer auch, was die Mitgliederzahlen betrifft. So sollen bis 2015 10.000 neue Mitglieder dazukommen. Momentan haben die Hütteldorfer rund 5.000 ordentliche Mitglieder. Zu den "sieben konkreten Projekten" zählen zudem die Etablierung von alternativen Vertriebs- und Vermarktungsmodellen, die Förderung von Mitgliederengagement durch größtmögliche Transparenz, eine Offensive im Bereich mobiler Dienste und Social Media sowie eine Öffnung des Vereins durch Internationalisierung.

Kurzfristiges wirtschaftliches Ziel der Vereinsführung ist es, den Umsatz von 17,8 auf 20,2 Millionen Euro zu steigern. "Das wird nicht einfach, ist aber machbar", war Krammer optimistisch. Das nötige Geld soll über Ticketing, Sponsoring, Merchandising und sonstige Erlöse hereinkommen. Langfristig soll schon durch die nationalen Umsätze ein ausgeglichenes Budget zustande kommen und nicht wie derzeit nur durch die Europacup-Teilnahme.

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