Der Vergleich von Schädelknochen und Haarbüschel sollte die These belegen, dass Beethoven an Bleivergiftung litt und möglicherweise auch daran gestorben ist. Dies würde auch seine Verdauungsbeschwerden, seine frühe Taubheit und sein manchmal seltsames Benehmen erklären. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen im Dezember veröffentlicht werden.
Ähnlich wie Beethovens Haarbüschel haben auch seine Schädelknochen eine abenteuerliche Odyssee hinter sich: Der Wiener Arzt Romeo Seligmann erwarb sie 1863 nach der Exhumierung des 1827 verstorbenen Künstlers. Er behandelte sie wie ein Reliquie. Sie wurden von Generation zu Generation innerhalb der Familie weitervererbt, reisten in die USA, nach Hawaii, Frankreich und wieder zurück in die USA, wo sie ein Nachfahre des Wiener Arztes dem Zentrum vermachte.
William Meredith, der Leiter des Studienzentrums, zeigte sich ergriffen: "Für jemanden, der wie ich Beethovens Musik liebt und verehrt, ist es einfach eine gewaltige Erfahrung, tatsächlich vor ihnen zu stehen", sagte der Musikhistoriker.








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