"Wie Kriegsgebiet"

Tornados in den USA: Tote und Verletzte

Ausland
18.11.2013 19:38
Eine breite Sturmfront mit zahlreichen Tornados hat am Sonntag im Mittleren Westen der USA mindestens acht Menschen in den Tod gerissen und schwere Verwüstungen angerichtet. Besonders betroffen war der Bundesstaat Illinois, wo Hunderte Häuser zerstört wurden. Die Behörden warnten am Montag vor weiteren Unwettern, die vor allem im Nordosten der USA drohten.

Mindestens sechs Menschen seien in Illinois ums Leben gekommen, sagte am Montag eine Sprecherin der Katastrophenschutzbehörde des Bundesstaates. Nach Angaben des St. Francis-Krankenhauses in Peoria wurden allein dort 55 Verletzte behandelt, von denen 16 stationär aufgenommen werden mussten.

In Michigan wurde ein Mann erschlagen, als ein Baum auf sein Auto stürzte. Ein anderer Mann kam in einer ländlichen Gegend Michigans zu Tode, als er nach Sturmschäden Ausschau halten wollte und sich in einer Hochspannungsleitung verfing. Die Zahl der Verletzten könnte laut den Behörden noch steigen. Die Tornados verwüsteten weite Landstriche. Das Rote Kreuz richtete vier Notunterkünfte ein.

Dem nationalen Wetterdienst zufolge waren allein bis zum Sonntagabend knapp 80 Tornados gemeldet worden, hinzu kamen vielerorts schwere Gewitter, Regenfälle und heftiger Hagel. Besonders stark betroffen war die kleine Stadt Washington in Illinois (Bilder), 233 Kilometer südwestlich von Chicago gelegen. "Es sieht in unserer Gemeinde wie in einem Kriegsgebiet aus", sagte der Bürgermeister der Stadt, Gary Manier.

Fernsehbilder zeigten umgestürzte Autos, entwurzelte Bäume und gerissene Stromleitungen. Im Bundesstaat Indiana waren Zehntausende Haushalte ohne Strom. "Ich blicke auf Straßenzüge mit einst 20 bis 30 Häusern, und es ist keines mehr da", zitierte der Nachrichtensender Fox News einen Augenzeugen.

Für Jahreszeit ungewöhnlich schwere Sturmfront
Die für die Jahreszeit ungewöhnlich schwere Sturmfront war am Sonntag über mehrere Bundesstaaten in Richtung Nordosten gezogen. Tornadowarnungen wurden unter anderem für Illinois, Iowa, Ohio, Indiana, Missouri, Wisconsin und Michigan ausgegeben.

In der Nacht auf Montag flaute die Sturmfront etwas ab. Aber auch in New York und Philadelphia kam es zu Schäden. Im Laufe des Tages wurden weitere Tornados vor allem im Nordosten der USA erwartet. Angesichts der Lage wurde US-Präsident Barack Obama unterrichtet. Er werde über die Lage ständig auf dem Laufenden gehalten, teilte das Weiße Haus mit.

Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele