Wirtschaft floriert

D: Abwanderung von Ost nach West gestoppt

Ausland
17.11.2013 13:30
Noch nie seit dem Fall der Mauer war die Lage in den Bundesländern des ehemaligen Ostdeutschlands so positiv wie heute. Zumindest wenn es nach dem "Bericht zum Stand der deutschen Einheit" der Bundesregierung geht, aus dem die "Bild am Sonntag" in ihrer aktuellen Ausgabe zitiert. Innenminister Hans-Peter Friedrich wird den Bericht am Mittwoch offiziell präsentieren.

Erstmals seit der Wende soll die Abwanderung von Ostdeutschen demnach gestoppt worden sein: "Der Saldo der Binnenwanderung zwischen Ost- und Westdeutschland war 2012 erstmals seit der Wiedervereinigung nahezu ausgeglichen", zitiert die Zeitung aus dem Text. Auch die Geburtenrate steige im Osten wieder an und liege inzwischen über West-Niveau.

Weiter heißt es: "Fast eine Generation nach der Wiedervereinigung haben sich die ökonomischen Lebensverhältnisse in den ost- und westdeutschen Bundesländern, insbesondere der materielle Wohlstand, deutlich verbessert." In den vergangenen Jahren sei "aus der einstigen Planwirtschaft eine wissensbasierte Industrieregion mit zunehmend wettbewerbsfähigen Unternehmen geworden".

Ostdeutsche Arbeitnehmer in "weltweiter Spitzengruppe"
So gehörten die ostdeutschen Arbeitnehmer "im Hinblick auf Qualifikation, Engagement und Flexibilität zur weltweiten Spitzengruppe". Der Anteil des verarbeitenden Gewerbes sei stark gestiegen und liege über dem EU-Durchschnitt, weit vor Frankreich und Großbritannien. Von einer "beeindruckenden Reindustrialisierung Ostdeutschlands" sei die Rede. Die Arbeitslosigkeit sei auf dem niedrigsten Stand seit 1991.

Allerdings heiße es in dem Bericht der Bundesregierung auch: "Die Angleichung an das Wirtschaftsniveau in Westdeutschland hat sich in den letzten Jahren verlangsamt." Grund sei eine noch bessere Entwicklung im Westen.

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