Rüffel für Direktorin

Nächster Stunk im Lentos!

Nach drei Vierteln des Jahres nur die Hälfte der Besucher des Vorjahres - und trotzdem setzt die Linzer Museums-Chefin Stella Rollig ihr Minderheitenprogramm unbeirrt fort: Neuer Stunk im Lentos ! Bürgermeister, Kulturreferent und Personalstadtrat machen nun wütend ihrem Ärger Luft, dass ihre Mitarbeiterin ihre Weisungen ignoriert.

Die Stadtväter diskutieren jetzt zum zweiten Mal darüber, wie sie die widerspenstige Direktorin zähmen - oder feuern können. Vor Monaten war schon die erfolgreiche Agnes Husslein als Nachfolgerin genannt worden, doch dann gaben die Politiker und Sponsoren der erfolglosen Stella Rollig noch eine Chance: Der Verwaltungsausschuss der Stadtmuseen ordnete eine Neukonzeption an. Und Bürgermeister Franz Dobusch sagte im Gemeinderat klar, dass der Dienstgeber ein Programm verlangt, das mehr Publikum anspricht. Waren unter ihrem Vorgänger Peter Baum noch 97.000 Menschen gekommen, warens bei Stella Rollig im Vorjahr nur noch 81.000 - und heuer erst 42.560. Das Jahresziel wären 60.000 Besucher.

„So geht das nicht!“
Doch die Direktorin dämpfte alle Erwartungen: „Ich bleibe meiner Programmatik treu“, verkündete Stella Rollig - und verärgerte damit ihre Brötchengeber: „So geht das nicht! Eine städtische Mitarbeiterin kann keine eindeutigen Weisungen der gewählten Eigentümervertreter missachten, ohne dass dies ein ernsthaftes Gespräch über die weitere Zusammenarbeit zur Folge hat“, droht Personalstadtrat Klaus Luger (SP). Auch Kulturreferent Erich Watzl (VP) findet es nicht klug, dass sich Frau Rollig mitten in der Diskussions- und Konzeptionsphase einzementiert. Watzl und Dobusch unisono zum Lentos-Programm 06: „Außer Gottfried Helnwein kenn´ ich keinen…“

 

 

Foto: Petschenig

Mittwoch, 12. Mai 2021
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