Von ihnen untersuchte Wasserproben aus Tiefenbohrungen wiesen demnach einen erhöhten Salzgehalt von 70 Promille auf - eine doppelt so hohe Konzentration wie in heutigen Ozeanen üblich, schreiben die Forscher im Wissenschaftsmagazin "Nature".
Wasser sammelte sich in Krater
Die Chesapeake Bay ist aus dem Weltraum als gigantisches Mündungsdelta erkennbar, über das mehr als 150 Flüsse und Bäche in den Atlantik fließen. Etwa 300 bis 500 Meter unter ihrem Meeresgrund liegt ein durch Bodenablagerungen verdeckter Riesenkrater mit einem Umfang von 85 Kilometern. Dieser entstand vor rund 35 Millionen Jahren beim Einschlag eines massiven Himmelskörpers und wurde erst in den 1990er-Jahren entdeckt.
Das vom Geologen Ward Sanford angeführte Forscherteam nimmt an, dass Wasser aus dem Urmeer - dem Nordatlantik der Oberen Kreidezeit - schon vor dem Einschlag im Sedimentgestein der Region lagerte und sich danach im Krater sammelte, wo es bis heute unter Verschluss blieb. Bisher war der auffällig hohe Salzgehalt in Tiefbohrproben meist mit Osmose- oder Verdunstungseffekten infolge des mutmaßlichen Meteoriteneinschlags erklärt worden.
Größte Flussmündung der USA
Die Chesapeake Bay ist die größte Flussmündung in den USA und eine der bedeutendsten Naturlandschaften Nordamerikas. Die südwärts zum Atlantik hin verlaufende Bucht (im kleinen Bild rot markiert) liegt zwischen der Delmarva-Halbinsel im Osten und dem nordamerikanischen Festland im Westen und ist von den Bundesstaaten Virginia und Maryland umgeben.












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