Danach hatten sich auf der Eisfläche Szenen wie auf einer Intensiv-Station abgespielt. Vier Mediziner waren sofort zur Erstversorgung des in Lebensgefahr schwebenden Stürmers, der auf Grund einer Atemlähmung sogar künstlich hatte beatmet werden müssen, aufs Eis gestürmt. Der unter Schock stehende Norris hatte sich im Anschluss beim Abtransport aus der Halle sogar kurzzeitig die Infusionsnadel aus dem Arm gerissen.
Gehirnschwellung gestoppt
Mittels einer Computertomographie stellten die behandelnden Ärzte am Mittwoch neben der schweren Gehirnerschütterung auch eine schwere Schädeldachprellung fest. Die Gehirnschwellung konnte über Nacht gestoppt werden, womit keine Lebensgefahr mehr bestand. Daneben erlitt Norris noch eine Stauchung der Wirbelsäule. Wie lange der 99ers-Angreifer noch im Spital bleiben muss bzw. ausfallen wird, hänge vom weiteren Heilungsverlauf ab, teilten die Mediziner mit.
Haarscharf am Tod vorbei
Der Schock bei den Grazern saß auch am Tag danach noch tief. "Wenn nicht vier Ärzte vor Ort gewesen wären, die Warren Norris noch in der Halle wiederbelebt haben, wäre der Spieler gestorben", sagte 99ers-Managerin Silvia Priversek, die nun Handlungsbedarf von Seiten des Strafsenats sieht.
"Patrick Harand ist ja bereits wiederholt negativ aufgefallen. Und jetzt dieser folgenschwere Ellbogencheck, wobei man dazu sagen muss, dass Norris zu diesem Zeitpunkt nicht einmal die Scheibe führte. Ich fordere daher, dass ein solcher Spieler nicht für drei, sondern für 20 Matches gesperrt wird. Sogar einige von Harands Mitspielern bei Salzburg waren entsetzt über dieses Foul", erklärte Priversek. Eine Entscheidung soll es in der nächsten Woche geben.








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